René Seyfferth / Kfz-Technikermeister

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Es klingt zwar etwas abgedroschen, aber man könnte schon sagen, dass ich – wie die meisten in meiner Meisterklasse – Benzin im Blut habe. Mir war deshalb recht schnell klar, dass mein Traumberuf mit dem Reparieren oder Konstruieren von Fahrzeugen zu tun haben musste.
 

Warum haben Sie sich nach der Lehre für die Ausbildung zum Handwerksmeister entschieden?
Neben dem Bedürfnis, im Beruf verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen und mein Repertoire an Fähigkeiten zu erweitern, war da sicher auch etwas Eitelkeit im Spiel. Man bekommt im Umfeld schließlich mit, wie Freunde und Bekannte langsam die Karriereleiter erklimmen. Dem wollte ich in nichts nachstehen, und das hat mich angespornt.
 

Was braucht ein Meister aus ihrer Sicht, um im Beruf dauerhaft erfolgreich zu sein?

Erfolgreiche Meister müssen mit umfangreichem Wissen und trotz ihres Meisterstatus mit Wissensdurst ausgestattet sein. Außerdem müssen sie sich als Teil eines Teams verstehen. Gerade die Teamarbeit fordert von Meistern gewisse soziale Kompetenzen und Kommunikationsstärke. Wenn etwa in Spitzenzeiten Anspannung herrscht, sollten Meister in Führungspositionen motivieren können.
 

Was ist das Schönste an Ihrer Arbeit?

Ich würde da keinen Einzelaspekt besonders hervorheben. Die Mischung ist einfach so, dass ich jeden Tag gern auf Arbeit komme. In meiner Tätigkeit als Serviceberater gefällt mir vor allem die kommunikative Seite.

Ich mag den direkten Umgang mit den Kunden und freue mich, wenn ich ihnen einen guten Service bieten kann. Aber auch das direkte Arbeiten am Fahrzeug und im Team macht Spaß.
 

Gibt es jemanden, dem Sie für die Unterstützung während der Meisterschule besonders danken?

Weil auf dem Weg zum Meisterbrief ziemlich viel Lernstoff zu bewältigen war, kam mein gesamtes Umfeld in dieser Zeit zu kurz. Danken möchte ich deshalb vor allem meiner Partnerin, meinen Eltern sowie der gesamten Familie und allen Freunden für das Verständnis und die Rückendeckung. Aber auch der AMZ Leipzig GmbH bin ich dankbar für das Vertrauen in mich und die Möglichkeit, die erlernten Fähigkeiten produktiv einzusetzen.
 

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Zuletzt habe ich mich erst einmal voll auf den Meisterabschluss konzentriert, um die Eintrittskarte in attraktivere Positionen im Kfz-Bereich zu erlangen.

Konkrete Pläne für die weitere Zukunft habe ich aber noch nicht geschmiedet. Eine Position als Werkstattleiter sollte irgendwann drin sein. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass sich die Investition an Zeit und Geld in den kommenden Jahren rentieren.

Mit dem Meisterwissen muss mir bei Themen wie Digitalisierung im Kfz-Bereich und E-Mobilität nicht bange sein, und ich rechne auch damit, dass aufgrund der höheren Qualifikation das Gehalt steigt. Vielleicht nicht sofort, aber sukzessive.

seyfferth
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