Maximilian Körbis / Dachdeckermeister

Was wollten Sie als Kind werden?

Auf jeden Fall etwas, bei dem ich mich selbst verwirklichen kann und nicht nur stupide Aufgaben abarbeite.
 

Wieso sind Sie Dachdecker geworden?

Während viele Schulfreunde erst mühsam herausfinden mussten, welcher Beruf zu ihnen passt und dabei manchmal Irrwege eingeschlagen haben, war ich in der glücklichen Lage, mir kaum Gedanken über die Berufswahl machen zu müssen.

Schon lange vor dem Ende der Schulzeit habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, dass ich nach einer Dachdeckerlehre auf klassischen Weg in den Familienbetrieb, die Körbisbau Bauunternehmen GmbH, einsteige. Mein Vater und mein Opa haben das Unternehmen nach der Wende gegründet und fortan durch viele Höhen aber auch manche Untiefe manövriert.

Manchmal habe ich deshalb schon zu Hause "Bauarbeiter" gespielt, bin mit auf verschiedene Baustellen mitgefahren und habe den Gesprächen über fachliche Probleme beim Kaffeetisch gelauscht. Kurz: Ich konnte mich dem Bauhandwerk kaum entziehen, denn es war allgegenwärtig in unserer Familie.
 

Und mit dem Meistertitel bereiten Sie sich auf die Übernahme des elterlichen Betriebs vor?

Eine gewisse Verpflichtung, das Lebenswerk zweier Generationen fortzuführen, verspüre ich natürlich schon jetzt. Mit meinen 25 Jahren stehe ich aber gerade erst am Anfang meiner Meisterlaufbahn. Jetzt muss ich erst einmal Erfahrungen sammeln und ganz langsam in Führungsaufgaben hineinwachsen. 
 

 
"Ich stehe erst am Anfang der Meisterlaufbahn. Jetzt muss ich erst einmal Erfahrungen sammeln und in Führungsaufgaben hineinwachsen."
 

Zudem dauert es hoffentlich noch viele Jahre, bis mein alter Herr etwas kürzer treten möchte. Aber dann will ich bereit sein, die Familientradition fortzuführen und als Vollzeitunternehmer Verantwortung für Betrieb und Belegschaft zu übernehmen.

Bis dahin gibt es aber auch genügend anderes für mich zu tun, nicht nur im Beruf. Beispielsweise spiele ich intensiv Fußball und gehe hin und wieder meinem zweiten Hobby, dem Jagen, nach. Und an die Gründung einer Familie sollte man zu gegebener Zeit sicher auch verstärkt nachdenken.
 

Was mögen Sie an Ihrem Beruf besonders?

Zunächst einmal arbeite ich sehr gern als Dachdecker. Man wird einerseits körperlich gefordert, muss aber auch seinen Grips einsetzen – eine schöne Mischung. Besondere Freude macht der Job aber durch das Team in der Firma. Wir verstehen uns exzellent, jeder kann sich auf den anderen verlassen.
 

Wem wollen Sie für die Unterstützung während der Meisterausbildung danken?

Natürlich meiner Familie, meiner Freundin und auch meiner Dachdeckerklasse. Alles tolle Typen.

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