Max Arndt und Robert Arndt / Zimmerermeister (mit Videoporträt)

Sie sind seit April 2019 als Brüder Geschäftsführer der Zimmerei Brüder Arndt GbR. Aber was wollten Sie eigentlich als Kind werden?

Max: Robert wollte soweit ich weiß Feuerwehrmann werden und für mich war Schlagzeuger der Traumberuf.

Heute ist natürlich die Zimmerei unsere Berufung – und manchmal träumen wir auch nachts davon. Aber das geht sicher jedem Unternehmer manchmal so.
 

Und wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Robert: Holz war für mich schon immer irgendwie faszinierend, deshalb habe ich nach der Realschule erst einmal eine Tischlerlehre gemacht und danach in einer Zimmerei meine Brötchen verdient. Im Vergleich zur Arbeit in der Tischlerwerkstatt hat mich dabei vor allem die weite Sicht über andere Dächer begeistert.

Mein Bruder hat irgendwann gefragt, ob er in den Ferien mal mitarbeiten dürfte, um sich etwas Geld zu verdienen. Das ließ sich mit etwas brüderlicher Hilfe in die Wege leiten und der Ausflug in die Praxis hat offenbar gefallen, sonst hätte er sich im Anschluss keine Lehrstelle als Zimmerer gesucht.

 
"Hauptsächlich war es eine reizvolle Vorstellung, der eigene Chef zu sein und nicht mehr nur vorgegebene Aufträge abzuarbeiten."
 

Und warum haben Sie sich dann entschieden, gemeinsam die Meisterschule zu besuchen?

Max: Zum einen wollte ich meinem ehemaligen Chef beweisen, dass ich das Zeug dazu habe. Aber das war eher sekundär. Hauptsächlich war es für mich, genau wie für Robert, eine reizvolle Vorstellung, der eigene Chef zu sein und nicht mehr nur vorgegebene Aufträge abzuarbeiten.

Vielleicht haben wir uns auch unbewusst gegenseitig in dieser Denkweise bestärkt. Immerhin ist die Meisterschule in finanzieller wie fachlicher Hinsicht keine kleine Sache. Aber wenn der eine Bedenken hatte, war der andere umso motivierter. Und so haben wir uns gegenseitig gepusht. Außerdem lernt es sich natürlich gemeinsam besser und dadurch erschien die Herausforderung nicht mehr so riesig.

 
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Robert: Die Meisterqualifikation hat uns ermöglicht, unsere GbR zu gründen. Nun müssen wir das erlernte Wissen clever anwenden und wachsen.

Wenn die Baukonjunktur irgendwann nicht mehr ganz rund läuft, müssen wir ein stabiles Unternehmen etabliert haben. 2029 sind wir dann eventuell schon Chefs der Zimmerei Brüder Arndt GmbH und bieten unseren Mitarbeitern und Lehrlingen nicht nur tolle Betätigungsfelder, sondern auch sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze.
 

 
Wem wollen Sie für die Unterstützung während der Meisterschule danken?

Max: Dass wir es ohne den jeweils anderen nicht so gut gepackt hätten, ist uns beiden bewusst. Darüber müssen wir nicht viele Worte verlieren. Aber unseren Familien müssen wir für ihren Rückhalt danken. Um sie konnten wir uns nicht immer in der Qualität kümmern, wie sie es verdient hätten.

Den Hut möchten wir auch vor Robby Moosdorf ziehen, der ein fantastischer Ausbilder im Bildungszentrum in Borsdorf war. 

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