Geldscheine. Bild: moerschy / pixabay.com
moerschy / pixabay.com

Kleine Unternehmen: Soforthilfen

Die Umsetzung der Bundes-Soforthilfen für Soloselbstständige und kleine Unternehmen zur Bewältigung der Corona-Auswirkungen als Teil des (Teil des am 27. März 2020 durch den Bundesrat bewilligten Nachtragshaushaltes) steht. Bund und Länder haben sich am 29. März auf eine zur Umsetzung und Auszahlung der Gelder nötige Verwaltungsvereinbarung geeinigt.

Die Bundesgelder stehen seit 30. März 2020 zur Verfügung und können von den Ländern abgerufen werden. Damit können sächsische Unternehmen ab sofort Anträge auf Soforthilfe bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - (SAB) stellen. Die Auszahlung der insgesamt 50 Milliarden Euro soll schnell und unbürokratisch erfolgen.

HINWEIS! Über den "Soforthilfe-Zuschuss Corona" kann der durch den Betrieb veranlasste Sach- und Finanzaufwand (unter anderem gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) bezuschusst werden (siehe "Umfang der Soforthilfe"). Aufwendungen wie beispielsweise die Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung von Einzelunternehmern sowie Privatentnahmen sind keine derartigen Betriebsausgaben. Zur Sicherung des Lebensunterhaltes stehen Informationen im Artikel "Arbeitslosengeld für Selbstständige" zur Verfügung.
 

 Zur elektronischen Antragstellung über das SAB-Förderportal (sab.sachsen.de)

 
Nach anfänglichen Problemen mit der Erreichbarkeit, läuft das SAB-Förderportal mittlerweile auch bei vielen Nutzeranfragen stabil. Der Antrag auf Bundes-Soforthilfe ist deshalb nur über das Onlineportal gewünscht. Ein Antrag in Papierform ist nur noch auf Nachfrage
an corona-wirtschaft@sab.sachsen.de möglich.
 

 Überblick Soforthilfe-Zuschuss Bund (sab.sachsen.de)

Ein Kurzüberblick zu wichtigen Fragen rund um die Bundes-Soforthilfen
 

  • Antragsberechtigte: Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalente).
     
  • Umfang der Soforthilfe: Die Soforthilfe dient der Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage in Folge der Coronakrise. Unternehmen beziehungsweise Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate. Eine existenzgefährdende Wirtschaftslage wird angenommen, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).
     
  • Nachweis des Liquiditätsengpasses: Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Coronapandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Antragstellende Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31. Dezember 2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.
     
  • Auszahlung über die Länder: Die Bundesländer haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen. Im Fall des Freistaates Sachsen über die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB).
     
  • Unbürokratisches Antragsverfahren: Das Soforthilfe-Programm verzichtet auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche und unbürokratische Auszahlung zu gewährleisten. Die Angaben zum Antrag müssen aber korrekt sein - Falschangaben können den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen.
     
  • Antrags- und Auszahlungsfrist: Anträge sind bis spätestens 31. Mai 2020 zu stellen.
     
  • Kumulierung mit anderen Beihilfen und steuerliche Relevanz: Eine Kumulierung mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Coronapandemie ist grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist aber zurückzuzahlen. Damit der Zuschuss jetzt, wenn es wichtig ist, in vollem Umfang den Unternehmen zu Gute kommt, wird er bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Corona-Hotline: 0341 2188-300 und 0341 2188-301

Die Handwerkskammer hat eine Hotline für betroffene Betriebe geschaltet. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr besetzt. Da uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise erreicht, können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

 Kontaktformular zur Coronakrise
 

Themenseite "Coronavirus: Informationen für Betriebe"
 



Kontaktformular zur Coronakrise

 

Derzeit erreicht uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise. Sie können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass noch nicht zu jeder Fragestellung eine passgenaue Lösung zur Verfügung steht.

Die Corona-Informationsseite unter www.hwk-leipzig.de/corona wird deshalb stetig mit neuen Hinweisen aktualisiert. Sobald Detailinformationen zu Liquiditätshilfen und zum Schutzschirm der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft usw. verfügbar sind, werden wir diese hier platzieren.

* Pflichtfelder

 

Datenschutzerklärung

Die Handwerkskammer zu Leipzig verwendet die von Ihnen gemachten Angaben nur zur Bearbeitung der Kontaktaufnahme. Die im Rahmen der Anfrage gemachten Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Im Weiteren gelten die Datenschutzbestimmungen der Handwerkskammer zu Leipzig.


Datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung

Mit nachstehender Einwilligung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Kontaktdaten (zum Beispiel E-Mail-Adresse, Name, Adresse) zum Zweck der Bearbeitung der Kontaktanfrage genutzt werden. Ihre Einwilligung ist freiwillig und jederzeit widerruflich. Der Widerruf ist per E-Mail an info@hwk-leipzig.de oder postalisch an Handwerkskammer zu Leipzig (Dresdner Straße 11/13, 04103 Leipzig) zu richten. Nach Erhalt des Widerrufs werden wir die betreffenden Daten nicht mehr nutzen und verarbeiten beziehungsweise löschen.

 

neu laden

* Pflichtfeld

likos-christian www.foto-zentrum-leipzig.de

Christian Likos

Hauptabteilungsleiter Wirtschaft und Recht

Dresdner Straße 11/13
04103 Leipzig
Tel. 0341 2188-300
Fax 0341 2188-349
likos.c--at--hwk-leipzig.de