Eric Faßl / Schornsteinfegermeister

Wie kamen Sie zur "schwarzen Zunft"?

Das war das Ergebnis einer zufälligen Begegnung. Als es während des Zivildienstes mit der Berufswahl richtig ernst wurde, war mir nicht klar, in welchem Bereich ich eine Lehre machen möchte. Zum Glück war mein Vorgesetzter ehemaliger Schornsteinfeger und riet mir zu diesem tollen Beruf. Zudem schien mir der Weg "eine sichere Bank" zu sein, denn Energie- und Umweltschutzthemen haben Zukunft.
 

Warum haben Sie sich nach dem Gesellenbrief noch für die Meisterausbildung entschieden?

Ich wollte nicht stehen bleiben. Die traditionelle Kaminreinigung in luftiger Höhe sowie Brandschutz- und Sicherheitsthemen kannte ich bereits aus dem Effeff. Aber ich wollte Verantwortung übernehmen, Wissen an Lehrlinge weitergeben und mich irgendwann selbstständig machen. Davon abgesehen würde ich jedem Handwerker zur Meisterausbildung raten, auch wenn er kein eigenes Unternehmen führen möchte. Der Titel ist nicht nur mit einem besseren Verständnis für die beruflichen Zusammenhänge verbunden, sondern gibt auch Selbstvertrauen.
 

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Ich hoffe, dann meinen eigenen Kehrbezirk zu führen und das Handwerk als Dozent unterstützen zu können.

fassl
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