Christoph Keller / Installateur- und Heizungsbauermeister

Was war Ihr Berufswunsch als Kind und wie sind Sie dann zum SHK-Handwerk gekommen?

Als Junge wollte ich am liebsten Lkw-Fahrer werden und mit einem dicken Brummi über die Landstraßen und Autobahnen brettern. Als ich mir diese Flausen mit zunehmendem Alter dann aber aus dem Kopf getrieben hatte, bin ich in gewisser Weise in die Fußstapfen meines Vaters getreten, der leider viel zu früh gestorben ist. Er war nicht nur als Handwerker mein großes Vorbild. Im Job ehrgeizig, motiviert und menschlich einfach ein Spitzentyp. An seinem Beruf als Kälteanlagenbauer hat mir gefallen, dass man einerseits mit den eigenen Händen etwas Wertiges hergestellt hat. Andererseits waren nicht nur die immer gleichen Abläufe gefragt. Um Aufträge optimal zu bewältigen, zu planen und zu berechnen musste man auch seinen Kopf anstrengen. Und weil man in der Regel noch viel direkten Kontakt mit Kunden hat, war eine Ausbildung in dieser Richtung genau das Richtige für mich.
 

Warum haben Sie sich für die Meisterausbildung entschieden?

Während und nach der Lehre habe ich bei diversen Bauprojekten Erfahrungen gesammelt. Mal war ich drinnen tätig, mal draußen, mal habe ich an komplexen Großanlagen mitgearbeitet, mal an kleinen Hausinstallationen. Das war schön abwechslungsreich aber irgendwann hat sich trotzdem eine gewisse Routine eingeschlichen.

Da wusste ich, dass ich eine neue Herausforderung brauche, um dauerhaft die Freude am Beruf zu behalten. Die Meisterfortbildung war für mich die Möglichkeit, mich beruflich zu entwickeln, anspruchsvollere Tätigkeiten auszuüben und mehr Einfluss auf die Planung zu nehmen.

Ich wollte nicht mehr nur der ausführende Installateur sein, sondern auch eigenverantwortlich Lösungen konzipieren.

Und dann spielte selbstverständlich auch der Umstand eine Rolle, dass ein Meisterbrief im Vergleich zum Gesellenabschluss nicht nur reizvollere Aufgaben, sondern auch eine vollere Lohntüte verspricht.
 

Was hat Ihnen die Meisterschule gebracht?

Als Geselle und Monteur war ich vorrangig Fachpraktiker. Mit dem Input aus der Meisterschule verstehe ich mich jetzt als Technikexperte mit kaufmännischem Durchblick. Ich traue mir nun zu, auch komplexe Projekte so zu managen, dass optimale Resultate entstehen, die Kosten im Rahmen bleiben und Gewinn übrig bleibt. Außerdem fühle ich mich auch für dynamische Felder wie Smart Home, Umweltschutzauflagen und Energiewendethemen gut gewappnet.
 

Wem wollen Sie für die Unterstützung während des Meisterstudiums besonders danken?

Vor allem meinem Meisterschülerkollegen Mario Müller. Er hat mich wahnsinnig unterstützt und manchmal den richtigen Denkanstoß gegeben, wenn ich bei einer Aufgabe in die falsche Richtung gedacht habe. Ohne ihn wäre vieles schwerer gewesen.  

keller
lookbook.photo