Historische Putztechniken prägen das Erscheinungsbild von Denkmalen und Altbauten maßgeblich. Ihre fachgerechte Ausführung erfordert ein sicheres Verständnis von Material, Aufbau und handwerklicher Technik. Das Praxisseminar zu historischen Putztechniken vermittelt zentrale Grundlagen und vertieft diese unmittelbar in der praktischen Anwendung.
Im Fokus stehen traditionelle Kalkputze, historische Oberflächenstrukturen sowie typische Gestaltungselemente wie Quaderungen, Faschen und gezogene Profile. Ergänzt wird dies durch Grundlagen der Putzanalyse, Schadensbewertung und materialgerechten Instandsetzung. Die Teilnehmenden stellen eigene Putzmörtel her, erproben historische Verarbeitungstechniken und arbeiten an unterschiedlichen Oberflächen und Putzträgern. Der hohe Praxisanteil ermöglicht das direkte Einüben handwerklicher Abläufe – von der Haftlage über den Unterputz bis zur fertigen Oberfläche. Für Betriebe ergibt sich ein klarer Mehrwert in der sicheren Ausführung denkmalgerechter Putze sowie in der Erweiterung des eigenen Leistungsspektrums im Bestand.
Schwerpunkte
- Putzträger und historische Untergründe
- Bindemittel Kalk, Zusammensetzung von Putzmörteln
- Herstellung und Verarbeitung von Kalkputzen
- historische Putzstrukturen und Oberflächenbilder
- Kellenwurf-, Kratz-, Reibe- und Glättechniken
- Besen-, Spritz- und Schleppputze
- Quaderungen, Nutungen, Faschen und Putzbänder
- gezogene Profile, Lisenen und Pilaster
- Verarbeitungstechniken für Gewölbeputz
- Zuschläge und Zusatzstoffe (Trass, Ziegelmehl, Schlacke)
- Analyse und Beurteilung historischer Putze
- typische Schadensbilder und Instandsetzungsansätze
- Entfernung, Reinigung und Vorbereitung von Putzflächen
- handwerkliche Umsetzung kompletter Putzaufbauten
Veranstaltungsort:
Naturbau Campus – Alte Filzfabrik
Lichtstraße 3
04758 Oschatz
Kurszeiten:
Mittwoch, 24. Februar 2027 | 08:30 – 15:30
Donnerstag, 25. Februar 2027 | 08:30 – 15:30
Freitag, 26. Februar 2027 | 08:30 – 15:30
Samstag, 27. Februar 2027 | 08:30 – 15:30