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Ungerechtigkeiten bei der Unternehmensbesteuerung beseitigen!

Statement von Leipzigs Handwerkskammerpräsident zur Notwendigkeit einer Reform der Unternehmensteuer

3. Februar 2020 | "Seit einigen Wochen wird öffentlich wie auch hinter verschlossenen Türen darüber debattiert, wofür die Überschüsse aus dem Bundeshaushalt 2019 eingesetzt werden sollen. Die Große Koalition wäre gut beraten, die Spielräume, die sich durch die zusätzlichen Milliarden ergeben, für die überfällige Reform der Unternehmensbesteuerung zu nutzen.

Bereits seit Jahrzehnten macht das Handwerk auf die ungerechte Höherbesteuerung der Personengesellschaften und Einzelunternehmer gegenüber großen Kapitalgesellschaften aufmerksam. Da muss sich endlich etwas bewegen. Das ist für mich auch eine Frage der Gerechtigkeit. Im Handwerk agieren vier von fünf Betrieben als Einzelunternehmer oder als Personengesellschaften. Für sie wäre es beispielsweise hilfreich, wenn Gewinne, die im Unternehmen verbleiben, mit maximal 25 Prozent besteuert werden. Damit blieben die Firmen liquide und Investitionen - etwa im Bereich der Digitalisierung - würden erleichtert.

Darüber hinaus muss die Politik meiner Meinung nach an den Spitzensatz bei der Einkommensteuer ran. Im Handwerk ist die Unternehmensteuer in den meisten Fällen mit der Einkommensteuer gleichzusetzen. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent darf nicht schon ab 55.000 Euro Jahreseinkommen greifen. Dann gehen uns irgendwann die Leute aus, die sich dem unternehmerischen Risiko stellen wollen.

Wenn sich die GroKo auf eine adäquate Reduzierung der Steuer- und Abgabenlast einigen würde, hätten viele Leistungsträger nicht mehr das Gefühl, bloße Melkkühe zu sein. Dabei denke ich nicht an Verdiensteliten, die in den Anwendungsbereich der Reichensteuer fallen, sondern an die fleißigen Gewerbetreibenden aus kleinen und mittleren Unternehmen. Für sie würde eine Kurskorrektur bei der Unternehmensbesteuerung signalisieren, dass man seitens der Politik gewillt ist, angemessene Rahmenbedingungen für das Rückgrat unserer Wirtschaft zu schaffen. Wenn die längst überfällige Reform jetzt nicht endlich kommt, wird es uns als Gesellschaft teuer zu stehen kommen."

Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig

Pressemitteilung vom 3. Februar 2020

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Dr. Andrea Wolter

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