Medieninformation vom 14. April 2026»Staupolitik auf dem Rücken des Handwerks ist nicht hinnehmbar.«
Statement des Präsidenten der Handwerkskammer zu Leipzig, Matthias Forßbohm, zur Antwort der Leipziger Stadtverwaltung auf die CDU-Anfrage zum Staugeschehen in Leipzig.
14. April 2026 | »Die aktuellen Äußerungen der Leipziger Stadtspitze zur Verkehrssituation sorgen im Handwerk für erhebliches Unverständnis. Wenn steigende Stauwerte öffentlich relativiert oder sogar als Erfolg kommunaler Politik dargestellt werden, dann entfernt sich die Debatte gefährlich weit von der Realität, die unsere Betriebe täglich erleben.
Für das Handwerk sind Staus kein politisches Symbolthema, sondern ein massiver Eingriff in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Unsere Fahrzeuge stehen im Berufsverkehr fest, Monteure verlieren Arbeitszeit, Lieferketten geraten ins Stocken und Kosten steigen. Dass diese Belastungen in Teilen der politischen Kommunikation kaum vorkommen, irritiert viele Unternehmerinnen und Unternehmer zutiefst.
Die in der Ratsvorlage diskutierten Maßnahmen mögen aus Sicht der Verwaltung bestimmte Ziele verfolgen, doch ihre Auswirkungen auf die gewerbliche Mobilität werden aus unserer Sicht nicht ausreichend berücksichtigt. Wer Verkehrspolitik gestaltet, muss die Folgen für diejenigen im Blick haben, die tagtäglich dafür sorgen, dass diese Stadt funktioniert – und das sind nun einmal auch die Handwerksbetriebe.
Wir erwarten, dass die Stadt Leipzig ihre Entscheidungen stärker an belastbaren Daten, an wirtschaftlicher Vernunft und an der Lebenswirklichkeit der Betriebe ausrichtet. Eine Politik, die Staus hinnimmt oder kleinredet, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Handwerks. Das können wir nicht akzeptieren.«