Spritpreis-Explosion: Nimmt der Diesel-Klau aus Firmenfahrzeugen zu?

Der hohe Dieselpreis lockt Diebe an. Baumaschinen, Lkw und Transporter sollten in den Nachtstunden so sicher wie möglich und nicht vollgetankt abgestellt werden. Außerdem sind abschließbare Tankdeckel ratsam, um die Diebstahlgefahr zu senken.

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Diebe haben es auf Lastwagen und Baufahrzeuge abgesehen

Mit Beginn des Iran-Kriegs sind die Kraftstoffpreise spürbar gestiegen. Angesichts dieser Entwicklung haben Diebe nicht mehr nur die transportierte Ware und teure Werkzeuge, sondern auch Diesel im Visier. Wie die »Freie Presse« berichtet, dringen die Gauner auch in Sachsen auf Firmengelände vor, machen sich an parkenden Baumaschinen, Lkw und Transportern zu schaffen und leeren die Tanks. Seit März registriere die Polizei eine Häufung von Kraftstoffdiebstählen – derzeit im Raum Chemnitz.

In Leipzig wurde zwar kein Anstieg der Tankdiebstähle registriert, trotzdem rät die Leipziger Polizei zu abschließbaren Tankdeckeln. Fahrzeuge sollten zudem in den Nachtstunden – da schlagen die Kraftstoffdiebe bevorzugt zu – so sicher wie möglich abgestellt werden, also möglichst nicht vollgetankt im Dunkeln und fernab von bewohnten Gebieten. Es kann ebenfalls helfen, die Fahrzeuge so zu parken, dass Tankdeckel nur schwer zugänglich sind – beispielsweise eng an einer Wand. Auch Bewegungsmelder auf Abstellplätzen, Videoüberwachung oder Alarmanlagen an Firmengeländen können einen Beitrag dazu leisten, die Diebe abzuschrecken.

Sollten Handwerker doch betroffen sein, rät die Handwerkskammer zu Leipzig auf jeden Fall dazu, Anzeige zu erstatten. So werden die Vorgänge offiziell erfasst und auch dies ist ein Baustein, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.


Vertraulich beraten lassen, Diebstahlgefahr senken

Nicht nur beim Diesel-Diebstahl, sondern auch angesichts weiterer Eigentumsdelikte, die in Büro- und Werkstatträumen sowie auf Baustellen ein Thema sein können, sollten Handwerksunternehmen das kostenfreie Angebot der »Beratungstage Unternehmenssicherheit« nutzen. In vertraulichen Beratungsgesprächen erhalten interessierte Handwerksbetriebe hierbei von der Polizeilichen Beratungsstelle konkrete Hilfestellungen zum Erkennen von Sicherheitslücken im Betrieb. Außerdem gibt es Tipps zur Optimierung der Verschlusssicherheit von Betrieben und Filialen. Wer auf diese Weise vorbeugt, kann finanzielle Schäden und bürokratische »Nachsorge« vermeiden. Zudem wird das eigene Sicherheitsgefühl gestärkt. Die nächste Beratungsmöglichkeit, um sich insgesamt sicherer aufzustellen, bietet sich am 2. Juni.

Termin und Ort
2. Juni 2026 | 14 bis 17 Uhr
Haus des Handwerks | Dresdner Straße 11/13 | 04103 Leipzig

Veranstalter
Handwerkskammer zu Leipzig, IHK zu Leipzig und Polizeidirektion Leipzig

Anmeldung

Kontakt

Marco Kitzing

Stefan Lorenz

Technischer Betriebsberater

Dresdner Straße 11/13

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Tel. 0341 2188-315

Fax 0341 2188-25315

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