Nico Fröhlich / Kfz-Technikermeister

froehlich
lookbook.photo

 

Wie kamen Sie auf die Idee, Ihren Beruf zu erlernen?

Meine Familie scheint vorrangig ihre Handwerksgene zu vererben, denn seit Generationen sind wir in diversen Gewerken verwurzelt. Aktuell sind beispielsweise meine Mutter Friseurmeisterin, meine Schwester Maßschneiderin und mein Vater gelernter Tischler.

Bei dieser Begabung für alles Praktische lag es nahe, ebenfalls eine handwerkliche Lehre zu beginnen. Nur welche, war unklar. Durch Praktika während der Schulzeit, hat sich dann für mich langsam herauskristallisiert, dass ich im Kfz-Sektor gut aufgehoben wäre.
 

Warum haben Sie sich für "den Meister" entschieden?

Mit einigen Jahren Berufserfahrung in der Tasche wollte ich mich einfach in eine gute Ausgangsposition bringen, um beruflich aufzusteigen und nicht auf der Stelle zu treten. 

Dafür ist der Meisterabschluss natürlich eine sichere Bank.  

Außerdem ist der Meistertitel mit einem größeren gesellschaftlichen Ansehen verbunden. Das hat mich zusätzlich angespornt.
 

Welche Themen sollte die Politik anpacken, um das Handwerk langfristig zu stärken?

Im Bereich der Berufsorientierung können sicher noch Potenziale gehoben werden. Ich fände es zum Beispiel gut, wenn in jeder Schulform mehrere Pflichtpraktika in unterschiedlichen Berufszweigen absolviert werden müssten.

Wenn jeder mindestens einmal im Leben handwerklich gearbeitet hat, dürfte dies das Ansehen des Handwerks stärken und Interesse für Berufe wecken, die mancher Schulabgänger sonst gar nicht auf der Agenda hat.