Medieninformation vom 28. Januar 2026Neujahrsempfang der Leipziger Wirtschaft

Das Who’s who aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung traf sich am 27. Januar zum Leipziger Neujahrsempfang. Unter dem Motto »Gemeinsam für die Region. WEITERDENKEN« diskutierten die gastgebenden Institutionen, Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Handwerkskammer zu Leipzig, Unternehmerverband Sachsen e. V. und Marketing Club Leipzig e. V., gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer Möglichkeiten.

Anika Dollmeyer (mit KI erweitert)

Gemeinsames Statement der Handwerkskammer zu Leipzig, der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, des Unternehmerverbandes Sachsen e. V. und  des Marketing Club Leipzig e. V.
 

Wirtschaftsvertreter fordern Taten statt Worte / Kernforderung: »Handlungsfähigkeit und Leistungsgesellschaft wiederherstellen«

28. Januar 2026 | Das Who’s who aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung traf sich am 27. Januar zum Leipziger Neujahrsempfang. Unter dem Motto »Gemeinsam für die Region. WEITERDENKEN« diskutierten die gastgebenden Institutionen, Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Handwerkskammer zu Leipzig, Unternehmerverband Sachsen e. V. und Marketing Club Leipzig e. V., gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer Möglichkeiten, um der Leipziger Wirtschaft wieder Rückenwind zu geben. Das um »Weiterdenken« bewusst ergänzte Veranstaltungs-Motto eröffnete eine neue Perspektive für die Gespräche, um aktuelle Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Sachsen einzuordnen und den Blick gemeinsam nach vorn zu richten. Rund 1.200 Gäste aus der Region Mitteldeutschland verfolgten die lebhaft geführte Podiumsdiskussion, moderiert von MDR-Journalistin Wiebke Binder.

Matthias Forßbohm, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, begrüßte die Anwesenden und formulierte gleich zu Beginn die Leitfrage des Abends: »Was braucht es, damit wir gemeinsam wieder handlungsfähig werden?«

Matthias Forßbohm brachte in der Podiumsdiskussion die momentane Verfassung der Leipziger Wirtschaft auf den Punkt: „Die Stimmung ist nicht schlimmer als die Lage! Die Lage ist schlimm genug. Deshalb müssen wir dringend gemeinsam ins Handeln kommen! Wir als Unternehmerinnen und Unternehmer gehen tagtäglich ins volle Risiko. Statt der Wirtschaft Rückenwind zu geben, schreibt uns aber der Staat viele Entscheidungen vor. Hier braucht es dringend wieder den nötigen Freiraum und das Vertrauen in die Wirtschaft.“

Kristian Kirpal, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, ergänzte mit einer klaren Botschaft: »Bürokratieabbau ist ein kostenloses Konjunkturprogramm.«

Die Präsidentin des Marketing Club e. V., Dr. Ines Zekert, sprach sich für mehr Technologieoffenheit aus: »Weiterdenken – das ist die DNA für die Kreativwirtschaft, für die Agenturen und Marketingverantwortlichen. Denn in einer Ära, in der Algorithmen und künstliche Intelligenz die Spielregeln des Marktes neu schreiben, reicht es nicht aus, nur mitzuhalten. KI verändert den Arbeitsmarkt und verschärft Probleme – vor allem im Agenturbereich. Wir müssen weiterdenken, um die kreative Schlagkraft für morgen zu entwickeln. Unsere Handlungsfähigkeit als Kreativszene hängt davon ab, wie mutig wir neue Technologien adaptieren. Nur wer heute die Strukturen für morgen sowohl hinterfragt als auch akzeptiert, bleibt am Markt und als Impulsgeber relevant.«

Der Präsident des Sächsischen Unternehmerverbands e. V., Dietrich Enk, äußerte Sorge: »Die anstehende Entscheidung des Landesparlamentes zum sogenannten Bildungsurlaub in Sachsen zeigt, wie entfernt Politik von der Realität und freiem Unternehmertum agiert. Wir erleben den politischen Diskurs in Dresden und Berlin zunehmend in Parallelwelten. Haftung und Risiko, selbstverantwortliches Wirtschaften als Basis aller Wohlfahrt sind nicht erkannt, also auch nicht mitgedacht, nicht gefördert, nicht geschützt, scheinbar nicht mal mehr gewollt. Mein Optimismus beginnt dort, wo Respekt vor der Leistung des Einzelnen entsteht.«

Kristian Kirpal fasste die auf der Bühne diskutierten Anliegen der Leipziger Wirtschaft an die sächsische Landesregierung zusammen: »Die sächsische Wirtschaft braucht jetzt drei klare Signale: Erstens ein sofortiges Bürokratiemoratorium – keine neuen Belastungen wie Bildungsurlaubsgesetz oder Vergabegesetz. Zweitens ein Wirtschaftsentlastungsgesetz im Rahmen einer Wirtschaftsstrategie 2040, das Reformen endlich umsetzt. Und drittens die Gründung der Zukunftsstiftung Sachsen als Investitionsinstrument für Innovation, Transformation und neue Wertschöpfung. Worte allein reichen jetzt nicht mehr – es braucht Entscheidungen, die wieder Vertrauen in die Politik und Handlungsfähigkeit schaffen.«

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