Nachwuchsgewinnung I: Freie Lehrstellen und Praktika melden!
Schon die Lehrstellenangebote für 2026 und 2027 gemeldet? Gerade im März und April lohnt es sich, Stellen anzubieten. Die Halbjahreszeugnisse sind verteilt und ein Teil der Schülerschaft bewirbt sich mit diesen Noten für Ausbildungsplätze im nächsten oder übernächsten Lehrjahr.
Die berufliche Ausbildung ist die wichtigste Säule der handwerklichen Fachkräftesicherung. Doch es mangelt an Lehrstellenbewerbern. Selbst Betriebe mit exzellentem Arbeitsumfeld erhalten kaum Bewerbungen. Doch Fakt ist, dass die Unternehmen den künftigen Herausforderungen ohne Nachwuchs nicht gewachsen sein werden. Also muss der potenzielle Berufsnachwuchs intensiv umworben werden. Die Imagekampagne des Handwerks versucht beispielsweise Klischees vom Handwerk aufzubrechen und auf die Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen.
Aber das reicht nicht. Für Ausbildungsbetriebe ist es ratsam, viele Kanäle selbst zu bespielen, um sich angesichts der Konkurrenz aus Industrie und Universitäten Gehör zu verschaffen.
Offene Stellen in die »Lehrstellenbörse« eintragen!
Es sollte zum Pflichtprogramm gehören, die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer zu nutzen. Offene Stellen sind in wenigen Minuten unter www.hwk-leipzig.de/lehrstellen eingestellt. Die Inserate werden dann auch über das »Lehrstellenradar« ausgespielt. Die App hat sich als Tool für die Lehrstellensuche etabliert. Gerade im März und April lohnt es sich, Stellen anzubieten. Die Halbjahreszeugnisse sind verteilt und ein Teil der jungen Leute bewirbt sich mit diesen Noten für Ausbildungsplätze im nächsten oder übernächsten Lehrjahr.
Unbedingt Praktika anbieten, um Kontakte zu knüpfen!
Um Kontakte zu potenziellen Lehrlingen zu knüpfen, sollten in der Lehrstellenbörse auch Praktika angeboten werden. Viele Jugendliche möchten sich schließlich vor allem in den Schulferien praktisch ausprobieren. Dieses Mittel zur Nachwuchsakquise wird oft etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei sind Praktika eine gute Gelegenheit, sich zu »beschnuppern« und Begeisterung für eine Ausbildung im Betrieb zu wecken. Auch diese Investition kann sich rentieren. Kurzum: Wer eine Lehrstelle anbietet, sollte deshalb auch gleich ein Praktikum offerieren.