Meisterbonus im Freistaat wird aufgestockt
Gezielte Investitionen in Bildungsstätten des Handwerks, Vereinfachungen beim Zugang zu Fördermitteln, Abbau von Berichtspflichten und Aufstockung des Meisterbonus – Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Wirtschaft und Arbeit in Sachsen vorgestellt.
Medial etwas überschattet vom Iran-Krieg und den Osterfeiertagen hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter ein Zukunftspaket für die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeit im Freistaat vorgestellt. Mit dem Ziel, den Standort zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern, sollen Vorhaben zum Bürokratieabbau, zur Beschleunigung von Neugründungen sowie zur Förderung von Mittelstand und Handwerk umgesetzt werden.
Anerkennung für Meisterinnen und Meister
Für das Handwerk sind insbesondere zwei Aspekte erfreulich. Um den Zugang zur Meisterqualifikation zu erleichtern und die Attraktivität des beruflichen Aufstiegs zu stärken, soll zum einen der Meisterbonus für alle Meisterabschlüsse, die ab dem Jahr 2026 gemacht werden, von 2.000 auf 3.000 Euro steigen.
Der Bedarf für Meisterpersönlichkeiten ist groß: In Sachsen sind fast 40 Prozent der eingetragenen Betriebsinhaberinnen und -inhaber über 55 Jahre alt; rund 19.000 Betriebe müssen in den kommenden zehn Jahren übergeben werden. Die Aufstockung des Meisterbonus wird hoffentlich dazu beitragen, dass Handwerkerinnen und Handwerker mit einer erstklassigen Qualifikation Verantwortung übernehmen und den Weg in die Selbstständigkeit gehen.
Investitionen in Überbetriebliche Berufsbildungsstätten
Weiterhin werden mit dem Zukunftspaket Infrastrukturinvestitionen im Bereich der beruflichen Bildung unterstützt. Aus dem Sachsenfonds-Sondervermögen sollen elf Millionen Euro in den Neubau, die Sanierung oder Modernisierung der Bildungsstätten des Handwerks fließen – ein Beitrag für moderne Berufsbildungsstätten und eine Stärkung für das Handwerk.
Der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Uwe Nostitz, begrüßte die Vorhaben. »Es ist ein klares Bekenntnis der Landesregierung und des sächsischen Wirtschaftsministeriums zum Handwerk und für die berufliche Bildung.« Trotz einer extrem angespannten Haushaltssituation setze das Land damit ein wichtiges Zeichen für Wachstum und Aufbruch. Das Signal komme zum richtigen Zeitpunkt und ist auch ein Erfolg der Interessenvertretung des Handwerks.
Das steckt noch im Zukunftspaket
Mit dem Zukunftspaket will der Freistaat außerdem beim Dauerthema Bürokratieabbau vorankommen – etwa durch die Prüfung aller sächsischen Normen auf den Wegfall von Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten. Auch Neugründungen sollen künftig schneller möglich sein. Das wichtigste Förderprogramm des Freistaates – das gemeinsame Bund-Länder-Programm GRW – wird vereinfacht. Die Abschaffung sächsischer Eigenmittelanforderungen und die Flexibilisierung der Lohnkostenförderung sollen dazu führen, dass das Programm für KMU zugänglicher wird. Im Vergaberecht will der Freistaat künftig bei Aufträgen bis 50.000 Euro sowohl auf direkte Vergaben als auch auf freihändige Vergabeverfahren setzen.
Mehr Infos gibt es im Beitrag »Wir liefern!« Wirtschaftsminister Dirk Panter stellt »Zukunftspaket I« für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen vor (medienservice.sachsen.de).