Letzte Chance: Ausnahmegenehmigungen fürs Handwerkerparken mitgestalten!
Wer in Leipzig im Einsatz ist, muss angesichts des knappen Parkraums Material schleppen, lange Wege oder Knöllchen in Kauf nehmen. Die bisherigen Ausnahmegenehmigungen haben sich zudem extrem verteuert. Jetzt an Befragung beteiligen, damit ein praxistaugliches Modell für das Handwerkerparken entwickelt wird!
Erschwertes Parken von Firmenfahrzeugen im Einsatz
Das Handwerk leistet viel für die Stadtgesellschaft. Trotzdem wird den Unternehmen nicht immer der rote Teppich ausgerollt. Besonders das Parken ist für Installateure, Glaser, Dachdecker & Co. mit purem Stress und hohen Kosten verbunden. Wegen des knappen Parkraums schleppt mancher Profi Material und Werkzeug weit zum Einsatzort oder riskiert Knöllchen.
Wie viele andere Städte bietet Leipzig die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen von bestimmten Parkvorschriften zu erwerben. Im sogenannten »Handwerkerheft« sind 50 einzelne Genehmigungen enthalten. Mit jeder einzelnen kann mit einem Kraftfahrzeug an einem Tag an vier unterschiedlichen Einsatzorten bis zu 120 Minuten geparkt werden. Das Heft kann bei der Kreishandwerkerschaft oder beim Ordnungsamt erworben werden.
Doppelter Preis für Leipzigs »Handwerkerheft« seit 2025
Das Heft ist grundsätzlich eine gute Sache, um Komplikationen beim Parken zu verringern. Im vergangenen Jahr hat sich der Preis für das Heft jedoch von 250 auf 500 Euro verdoppelt. Mancher Betrieb fühlte sich zurecht vor den Kopf gestoßen. Die Handwerkskammer macht sich deshalb dafür stark, dass bessere, unbürokratische und kostengünstigere Lösungen für das Handwerkerparken gefunden werden.
Aktuell sind Unternehmen aufgerufen, ihre Erfahrungen, Erwartungen und Bedarfe beim Parken mitzuteilen. In einer – gemeinsam mit der Stadt erstellten – Umfrage sollen Aspekte für die künftige Konzeption des Handwerkerparkens erfasst werden.
Möglichst viele Vorschläge sind gefragt.
Ziel ist es, ein rechtssicheres, praxistaugliches und wirtschaftlich tragfähiges Modell für das Handwerkerparken in der Messestadt zu entwickeln. Betriebe können ihre Rückmeldungen noch bis zum 1. Februar abgeben, damit gemeinsam eine zukunftsfähige Lösung entwickelt werden kann, die sowohl den praktischen Anforderungen der Betriebe als auch den rechtlichen Rahmenbedingungen entspricht.
Weil manche verkehrspolitische Maßnahme an den Bedürfnissen des Handwerks vorbeigeht, ist die Arbeitsgruppe »Wirtschaftsverkehr« der Handwerkskammer regelmäßig mit der Stadtverwaltung im Gespräch. Konkrete Anregungen und Problemmeldungen aus der Handwerkerschaft dürfen gern übermittelt werden. So können wir darauf hinwirken, dass die Verkehrs- und Parkraumplanung in der Messestadt auch auf die Arbeitsrealität des Handwerks Rücksicht nimmt.