Medieninformation vom 7. April 2020Kleine und mittlere Handwerksunternehmen brauchen schnell Liquiditätszuschüsse
In einem offenen Brief haben die drei sächsischen Handwerkskammern heute (7. April) gemeinsam ihre Forderung nach Zuschüssen für von der Coronakrise betroffene Unternehmen bekräftigt.
Sächsische Handwerkskammern fordern von der Staatsregierung Zuschüsse für Betriebe
7. April 2020 | In einem offenen Brief haben die drei sächsischen Handwerkskammern heute (7. April) gemeinsam ihre Forderung nach Zuschüssen für von der Coronakrise betroffene Unternehmen bekräftigt. In ihrem Schreiben an Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie an Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig unterstreichen die Handwerksorganisationen die Dringlichkeit der angemahnten Maßnahmen.
»Die aktuelle Lage von tausenden Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten ist weiterhin außerordentlich kritisch«, so die Handwerkskammern. Demnach drohe sich die Lage für zahlreiche Unternehmen »nach Ostern massiv zu verschärfen. Es drohen Massenentlassungen und Insolvenzen.« Außer im Freistaat Sachsen habe sich fast überall die Erkenntnis durchgesetzt, »dass die durch staatlich angeordnete Maßnahmen verursachten Kosten nicht den Unternehmern allein angelastet und durch Kredite finanziert werden können.«
Die drei sächsischen Handwerkskammern sehen den offenen Brief als notwendig an, da die bisherigen Gespräche, Arbeitstreffen und Dialogrunden mit den zuständigen Stellen in den Ministerien aus Sicht des Handwerks keine zufriedenstellenden Lösungen für die betroffenen Unternehmen brachten. Mit Blick auf die Lösungen, die die benachbarten Bundesländer in der Krise schaffen, drohen die sächsischen Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil zu erleiden, so die Befürchtung des sächsischen Handwerks.