
Handwerkskammer fördert den europäischen Dialog
Ukrainische Baufachkräfte bilden sich in Leipzig weiter
29. Oktober 2004 | Im Rahmen eines Austausches bilden die Handwerkskammer zu Leipzig und der Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege - Schloss Trebsen vom 24. Oktober bis 5. November ukrainische Fachkräfte weiter. Die zehn Bauhandwerker aus Lviv informieren sich in Seminaren und Exkursionen über Restaurierung, Sanierung und Denkmalpflege in Sachsen. "Wir wollen damit den europäischen Dialog auf Unternehmerebene fördern", erklärt Handwerkskammerpräsident Joachim Dirschka.
In Trebsen besichtigen Mitarbeiter der Handwerkskammer mit ihnen das Schloss und das Umwelt- und Transferzentrum und stellen zum einen Möglichkeiten der praktischen Ausbildung vor, zum anderen erläutern sie das Zusammenwirken zwischen ökologischem Bauen und Denkmalpflege. Am Schloss Delitzsch können die Fachleute Restaurierung und den Erhalt von Originalität am Objekt genau studieren. Außerdem können sie in Workshops zur Denkmal-Bestandsaufnahme, zu historischen Putzstrukturen, zu Fenster-, Stein- und Möbelrestaurierung selbst Hand anlegen. Die Leipziger Messe "denkmal" bietet ihnen zudem Gelegenheit für den Erfahrungsaustausch mit deutschen Kollegen. In zwei Fachexkursionen gehen die Teilnehmer in Berlin und in Dresden auf historische Spurensuche.
Diese aktuelle Weiterbildung ist Teil eines Projektes, das von der Wirtschaftsförderung Sachsen unterstützt wird. Bereits im März waren zwei Leipziger Dozenten zu einem Vorkurs nach Lviv gereist, um den Teilnehmern theoretische Grundlagen zu vermitteln.