
Handwerkskammer begrüßt Lärmaktionsplan der Stadt
Belastungen für den Wirtschaftverkehr gering halten
29. Juli 2011 | Die Handwerkskammer zu Leipzig unterstützt die im Entwurf des Lärmaktionsplanes angegeben Schutzziele wie Gesundheitsvorsorge, Natur- und Ressourcenschutz.
Entsprechend dem Verursacherprinzip - der Straßen- und Schienenverkehrslärm ist in Leipzig der größte Lärmverursacher - müssten Lärmminderungsmaßnahmen auch zunächst auf verkehrliche Maßnahmen abzielen. Der Schwerpunkt sollte folglich auf einer nachhaltigen Verkehrsentwicklungsplanung und dem Verkehrsmanagement liegen.
Positiv: Koordinierung der Lichtsignalanlagen geplant
Die nunmehr geplante Koordinierung der Lichtsignalanlagen wird darum begrüßt. Behinderungen des Wirtschaftsverkehrs sollten auf das absolut notwendige Maß reduziert werden. Die Einführung weiterer Tempo 30 Zonen und Geschwindigkeitsbegrenzungen als Mittel zur Lärmminderung werden daher von der Handwerkskammer abgelehnt.
Behinderungen des Wirtschaftsverkehrs vermeiden!
Auch die Rücksetzung von wichtigen Bauvorhaben, die zukünftige Konzentration auf wenige Straßenbauvorhaben und einen Grundbedarf im Bereich Straßeninstandsetzung werden nach Einschätzung der Handwerkskammer keine relevanten Lärmminderungsergebnisse erzielen.
Sinnvoll: Einsatz innovativer Lösungen beim Straßenbau
Dagegen wird dem geplanten Einsatz innovativer Methoden und Materialien beim Straßenbau uneingeschränkte zugestimmt. Jedoch müsse die Auswahl der Asphalte für Fahrbahndecken nicht nur dem Gedanken der Lärmminderung, sondern auch dem Gebot der Abrieb- und Feinstaubreduzierung folgen.
Die geplante Neuauflage eines Schallschutzfenster-Förderprogramms für besonders lärmbelastete Straßen der Stadt Leipzig mit einem Mindestetat von 500.000 Euro und einem Zuschuss von 40 Prozent wird von der Handwerkskammer als positiv bewertet, bereits das erste Programm wurde von den Immobilienbesitzern gut angenommen und hat zu positiven Ergebnissen geführt.