Fachwerk denkmalgerecht sanieren
Fachleute aus den Gewerken Zimmerer, Dachdecker, Tischler, Holzbildhauer und Maurer bauen nicht nur neu, sondern arbeiten auch im Bestand. Vor allem bei der Arbeit an alten, teilweise denkmalgeschützten Gebäuden, ist mancher Profi unsicher, ob die eigenen Kenntnisse für fachgerechte Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen ausreichen. Mit dem Praxisseminar vom 17. bis 19. September können Wissenslücken geschlossen werden, um korrekte Arbeit abzuliefern.
Input rund um den historischen Holzbau: Holzverbindungen herstellen, Passstücke einsetzen, Reparaturen ausführen
Das Seminar vermittelt den fachgerechten »Umgang« mit historischen Holzkonstruktionen und Fachwerkbauten. Nach einer kompakten Einführung in Konstruktion, Aufbau und typische Schäden von Fachwerk und Holzbauten geht es sofort in die Praxis: Holzverbindungen herstellen, Passstücke einsetzen und Reparaturen am Bestand ausführen. Im Mittelpunkt steht das eigene Arbeiten und das sichere Anwenden traditioneller Techniken der Denkmalpflege.
Ergänzende Programmpunkte erweitern den Blick: Eine Führung im Rothschönberger Stolln und ein gemeinsamer Abend in Freiberg machen das Zusammenspiel von Handwerk, Baukultur und erzgebirgischem Bergbauerbe als UNESCO-Welterbe erlebbar.
Insgesamt warten drei Tage Praxis, Austausch und fundiertes Handwerkswissen auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Inhalt
- Einführung
- Entwicklung des historischen Holz- und Fachwerkbaus in Mitteleuropa
- Konstruktive Grundlagen traditioneller Holztragwerke
- Typische Schäden und Schädlinge an Holzkonstruktionen sowie deren Ursachen
- Handwerkliche Reparaturen am Denkmal
- Passstücke und Reparaturergänzungen
- Anblattungen und traditionelle Holzverbindungen
- Austausch von Bauteilen im Bestand
- Praktische Arbeiten an Modellen und Originalbauteilen