Archivbeitrag | Newsletter Außenwirtschaft 2026Europa: Entwicklungen und Chancen in der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft in der EU entwickelt sich insgesamt moderat, wobei vor allem Infrastrukturprojekte als Wachstumstreiber gelten und neue Chancen etwa im Bereich Sanierung und Spezialbauten entstehen. Germany Trade and Invest gibt einen guten Überblick über Trends und Geschäftsmöglichkeiten in einzelnen EU-Ländern

Tim David Collection

Mehrere Trends prägen derzeit die Bauwirtschaft in der Europäischen Union: Der Infrastrukturbau löst den Wohnungsbau als langjährigen maßgeblichen Wachstumstreiber ab. Im Gewerbebau schaffen die Digitalisierung und damit der Bau von Rechenzentren und deren Vernetzung neue Geschäftschancen. Und: Sanierungen und Modernisierungen spielen gegenüber dem Neubau eine immer wichtigere Rolle.

Impulse im Infrastrukturbau ergeben sich zudem aus Wiederaufbau- und Anpassungsmaßnahmen nach Naturkatastrophen. In Kroatien fließen in den kommenden Jahren erhebliche Mittel in die Beseitigung der Erdbebenschäden des Jahres 2020, insbesondere in die Instandsetzung öffentlicher Gebäude sowie der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur. Im Gewerbebau bleibt der Industriebau eine tragende Säule. In Tschechien sorgen Großprojekte im Automobilsektor und andere Industrieansiedlungen für eine stabile Nachfrage nach Bauleistungen. Ein dynamisches Segment ist außerdem der Hotelbau. In Kroatien investieren internationale Betreiber verstärkt in neue Ferienanlagen und die Modernisierung bestehender Hotels. Für 2026 sind Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 650 Millionen Euro angekündigt, vor allem entlang der Adriaküste.

Grundsätzlich entwickelt sich der Bausektor in der Europäischen Union verhalten. Nach Angaben von Eurostat wuchs die Bauleistung der EU-Mitgliedstaaten von 2024 auf 2025 um durchschnittlich 2,2 Prozent. Zwischen den Ländern bestehen allerdings erhebliche Unterschiede.

[Quelle: Germany Trade and Invest GmbH GTAI]

 
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