
Der KMB-Schein als feste Größe am Bau
Praktiker schulen Praktiker im Oktober
12. Oktober 2001 | Als einzige in der Region bieten die Bauinnung und die Handwerkskammer zu Leipzig als Gemeinschaftsprojekt von Praktikern für Praktiker einen dreitägigen KMB-Lehrgang an. Die am meisten eingesetzte Abdichtung aus kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) wurde vor einem Jahr mit der neuen DIN 18195 "Bauwerksabdichtungen" genormt.
Jeder Betrieb, der am Kellerbau eines Gebäudes beteiligt ist, wird mit der Abdichtung konfrontiert. Straßenbauer, Maurer, Betonbauer, Maler, Dachdecker und Fliesenleger bewegen sich auf diesem, von der VOB nicht zweifelsfrei einem Gewerk zugeordneten, Feld. Die neue Norm setzt nun einen Qualitätsstandard, wo früher nur konfuse Richtlinien existierten. Der KMB-Schein als bundeseinheitlicher Qualifikationsnachweis soll zur festen Größe im Bau werden, die den Fachmann ausweist.
Im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer unterrichten öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zu den Themen Lastfälle, Dränung und Schutzschichten, Abdichtungsbauweisen und -materialien. Gemeinsam mit Praxispartnern üben die Teilnehmer dann die ordnungsgemäße Abdichtung selbst. Nach dem Lehrgang können sich die Teilnehmer vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes prüfen lassen und erhalten bei Bestehen ein nummeriertes Zertifikat.
Der nächste KMB-Lehrgang beginnt am 25. Oktober. Anmeldungen nimmt Peter Pfalzgraf telefonisch entgegen unter 034291 30-165.