Medieninformation vom 6. November 2026Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks: Preisträger stehen fest

Der Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks wird heute im Rahmen einer Festveranstaltung auf der »denkmal – Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung« in Leipzig verliehen.

Handwerkskammer zu Leipzig (mit KI erweitert)

Glanzleistungen in der Restaurierung und Denkmalpflege ausgezeichnet

Der Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks wird heute (6. November 2026) im Rahmen einer Festveranstaltung auf der »denkmal – Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung« in Leipzig verliehen. Mit dem Ehrenpreis würdigen die drei sächsischen Handwerkskammern herausragende handwerkliche Leistungen bei der Restaurierung und Denkmalpflege. Die Preisverleihung steht unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar.

Der Preis wird in dieser Form seit 2024 vergeben und damit 2026 zum zweiten Mal verliehen. Im Mittelpunkt stehen Fachhandwerkerinnen und Fachhandwerker, die sich in besonderem Maß für die Erhaltung historischer Bausubstanz und von Kulturdenkmalen engagieren. Mit der Auszeichnung soll ihr Wissen, ihr Können und ihre handwerklichen Fertigkeiten öffentlich gewürdigt werden.

»Denkmalpflege bewahrt nicht nur alte Fassaden, sondern Geschichte, Identität und Zukunft. Die 40 eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll: Ohne das Wissen, die Erfahrung und die Innovationskraft des Handwerks ist der Erhalt historischer Bausubstanz nicht möglich. Der Denkmalpflegepreis macht diese unverzichtbare Leistung sichtbar«, erklärt stellvertretend für die sächsischen Handwerkskammern Matthias Forßbohm, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig.

»Ein Denkmal zu erhalten, bedeutet mehr, als ein Gebäude vor dem Verfall zu bewahren. Es heißt, seine Geschichte und die seiner Erbauer ernst zu nehmen, zu verstehen, und zugleich Lösungen zu finden, die ihm eine gute Zukunft geben. Dafür braucht es Handwerkerinnen und Handwerker, die historische Techniken beherrschen, fortentwickeln und zugleich bereit sind, ihr wertvolles Wissen weiterzugeben. Das alles weiß ich als Schirmherrin sehr zu schätzen«, sagt Staatsministerin Regina Kraushaar. 

Für den Wettbewerb konnten sich Handwerksbetriebe mit Sitz im Freistaat Sachsen mit ihren Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren bewerben. Die denkmalpflegerische Leistung konnte dabei auch außerhalb Sachsens erbracht worden sein.

Preisträger 2026

1. Preis


Restaurierungsatelier Blankenhain (Crimmitschau)

Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks: 1 Preis für Restaurierungsatelier Blankenhain.
anders-drehen: Stephan Dietze

Restaurierung und Erhalt der historischen Innenausstattung in fünf Räumen im Schloss Wernigerode

Gewerkeleistung: Rekonstruktion von massiven Tafelparketten sowie historischen Felderdielen, Holzbildhauerei, Abformen und Nachguss von Ornamenten, Holzimitationsmalerei

2. Preis


Raumausstattung Weichelt (Dresden)

Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks 2026: 2. Preis für Raumausstattung Weichelt (Dresden).
Thomas Weichelt

Rekonstruktion historischer textiler Wandbespannungen im Schloss Ludwigslust

Gewerkeleistung: Rekonstruktion historischer Wandbespannungen

3. Preis


Glass Ingenieurbau Leipzig GmbH (Markkleeberg)

Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks: 3. Preis für Glass Ingenieurbau Leipzig GmbH.
anders-drehen: Stephan Dietze

Generalinstandsetzung des Elstertalviadukts in Pöhl

Gewerkeleistung: Weitreichender Neubau des Oberbaus mit historischen Gesimsen, Pfeilerproportionen und charakteristischen Sichtachsen, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege, Restauratoren, Ingenieuren, Sanierungsfachfirmen sowie Behörden

 

Eine Anerkennung für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege erhalten

  • Pfennig Bau GmbH & Co. KG (Oschatz) für die Wiederherstellung der historischen Funktionsfähigkeit des Vulkankegels im Wörlitzer Park
  • Werner Chr. Schmidt Mundstück- & Metallblasinstrumentenbau (Markneukirchen) für die Restaurierung eines F-Waldhorns/Naturhorns von Friedrich Schlott
  • Stuckateurmeister Toni Herrmann (Dresden) für die Rekonstruktion der historischen Deckenstuckarbeiten des Großen Ballsaals im Residenzschloss Dresden

Die Sonderpreise werden 2026 überreicht an

  • Sonderpreis Gruppenprojekt
    Lipfert Bedachungen (Bad Lausick) / Zimmerei & Lehmbau Langer GmbH & Co. KG (Zwönitz-Brünlos) / Hollerung Restaurierung GmbH (Reichenbach i. V.) / Bauunternehmen Hammer – Spezialbetrieb für Denkmalpflege (Altchemnitz) / Tischlerei Klaus Schindler (Bad Lausick) für die denkmalgerechte Instandsetzung des Herrenhauses Rittergut Bad Lausick OT Ebersbach
  • Sonderpreis fürs Lebenswerk
    Maurer- und Betonbauermeister und Sachverständiger Hans Albert Gasch (Dresden) für seinen langjährigen persönlichen  Beitrag zum Erhalt der sächsischen Handwerks- und Denkmalkultur, die vom Können und vom Weitergeben des Wissens um historische Materialien und Techniken lebt
  • Sonderpreis Handwerklicher Wissenstransfer
    Restaurator im Maurer- und Betonbauerhandwerk Ronny Brühl (Dresden) für die Lehm- und Kalk-Dachrekonstruktion des Versammlungsraumes im arabischen Hofkomplex Bait Rousan in Gadara/Jordanien
     

Hintergrund

Um den »Denkmalpflegepreis des sächsischen Handwerks 2026« konnten sich alle Handwerksbetriebe mit Sitz im Freistaat Sachsen mit ihren Arbeiten der letzten drei Jahre bewerben, wobei die denkmalpflegerische Leistung auch über die Landesgrenzen hinaus erbracht sein kann. Mit der Verleihung des Preises sollen das Wissen, Können und die Fertigkeiten der Fachleute entsprechend gewürdigt werden, die sich im besonderen Maß der Erhaltung historischer Bausubstanz und Kulturdenkmalen verschrieben haben. Der Preis ist ein Ehrenpreis und wird alle zwei Jahre durch die sächsischen Handwerkskammern verliehen. 

Weitere Informationen unter www.sachsen-denkmal.de/denkmalpflegepreis-sachsen.



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