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Bernd Geller / stock.adobe.com

Ausbildung jetzt! - Gemeinsam an einem Strang ziehen

12. Mai 2020 | Während die Betriebe in Sachsen intensiv damit beschäftigt sind, die Folgen der Coronakrise zu bewältigen, lernen sächsische Schülerinnen und Schüler gerade für ihren Abschluss und planen motiviert ihre Zukunft. Das ist für alle eine Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, bereits heute an morgen zu denken. Schon vor Corona haben viele Unternehmen über fehlende Fachkräfte gesprochen. Die Lösung liegt im Nachwuchs, sind sich die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, die Handwerkskammer zu Leipzig und die Agentur für Arbeit einig. Daher sollten die Betriebe an ihren Auszubildenden festhalten und auch jetzt ihre Ausbildungsstellen für den Herbst melden.
 

Zukunft nicht aus den Augen verlieren

"Die sächsische Wirtschaft hat sich bewusst in großem Umfang für Kurzarbeit entschieden und damit ein Statement abgegeben, dass sie an ihren Fachkräften und eingespielten Teams auch in schwierigen Zeiten festhalten will. Darüber bin ich sehr froh. Viele Unternehmen verlieren die Zukunft nicht aus den Augen. Denn bereits vor Corona haben viele über Fachkräftemangel gesprochen. Eine Lösung und die Quelle für Fachkräfte ist die betriebliche Ausbildung. Deshalb sollten die Betriebe auch in der Corona-Krise an ihren Auszubildenden festhalten und spätestens jetzt freie Ausbildungsstellen melden. Wir unterstützen mit unseren Jugendberufsagenturen und vermitteln freie Lehrstellen", sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

"Auch in Krisenzeiten gestalten wir den Übergang von der Schule in den Beruf mit. Daher sprechen wir derzeit verstärkt Jugendliche an, die im Herbst eine Ausbildung beginnen wollen und noch keine Einstellungszusage haben beziehungsweise bei denen aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens die Ausbildungsaufnahme unklar ist. Die Berufsberatung hilft - schnell, individuell und kompetent. Bitte schiebt die Berufswahl nicht vor euch her. Einfach 03435 980400 wählen", wirbt Arbeitsagenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg.

"Die Sicherung und Stärkung der dualen Berufsausbildung ist Grundvoraussetzung dafür, dass unsere regionale Wirtschaft aus dieser schwerwiegenden Krise zukunftsfest herauskommt. Mit dem sächsischen Zuschussprogramm zur Ausbildungsvergütung haben wir ein wichtiges Instrument erhalten, um bestehende Ausbildungsverhältnisse zu sichern. Jetzt müssen wir den Fokus auf das kommende Ausbildungsjahr und die Besetzung offener Lehrstellen lenken. Die Initiative der Arbeitsagentur, die wir als Partner unterstützen, ist hier ein wichtiges Signal“, so Dr. Thomas Hofmann Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig.

Eigenverantwortlich, bedarfsgerecht und mit viel persönlichem Einsatz

"Wir dürfen die positive Entwicklung unserer Ausbildungszahlen jetzt keinesfalls aufs Spiel setzen. Unabhängig von Krisen- oder Boomzeiten bietet das Handwerk lebenslange Erfüllung im Beruf und stand schon immer dafür ein, seinen Nachwuchs eigenverantwortlich, bedarfsgerecht und mit viel persönlichem Einsatz auszubilden“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Leipzig Volker Lux.

Alle beteiligten Partner stehen gemeinsam für das Bündnis "Allianz für Aus- und Weiterbildung", denn neben den bisherigen Herausforderungen, wie dem demografischen und strukturellen Wandel, bedarf es besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einer gemeinsamen Strategie. Sächsische Unternehmen werden jetzt aktiv angesprochen, um die Ausbildungsbereitschaft zu erhalten und die Ausbildungsvermittlung zu realisieren. Der Fokus liegt dabei auf den aktuellen Schulabgängern und den Bewerbern, die bis September des letzten Jahres noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche hatten.

Sowohl die Betriebe als auch die Schulabgänger werden dafür in einer konzertierten Aktion angeschrieben und sollen so für das gemeinsame Anliegen aufgeschlossen. Die Berufsberater*innen der Agentur für Arbeit Oschatz sind weiterhin für die Jugendlichen da - unter der Hotline 03435 980400 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr oder per Mail unter oschatz@arbeitsagentur.de. Unternehmen können sich in Sachen Vermittlung von Bewerbern jederzeit an ihren Arbeitgeberservice wenden. Alle Kontaktwege und weitere Informationen sind unter www.arbeitsagentur.de/sachsen zu finden..

Pressemitteilung vom 12. Mai 2020

 

Gemeinsame Pressemitteilung von Handwerkskammer zu Leipzig, der IHK zu Leipzig und der Agentur  für Arbeit Oschatz

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Dr. Andrea Wolter

Pressesprecherin

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Hagen Reißmann

Öffentlichkeitsarbeit und Medien

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