Handwerkskammer zu Leipzig

Ein Gebäude mit Tradition und Zukunft

Das heutige "Haus des Handwerks" in der Dresdner Straße in Leipzig ist ein architektonisches Highlight des Graphischen Viertels und zeugt von der Tradition der Messestadt im Bereich von Buchhandel und Buchdruck. Nicht selten bleiben Touristen vor der beeindruckenden Fassade stehen und machen Fotos von den Darstellungen des Druck- und Buchgewerbes, die in die Fassade integriert sind.

Von der Druckwerkstatt zur Anlaufstelle des Handwerks

Erdacht wurde der fünfstöckige Stahlbetonbau im Jahr 1906 vom renommierten Leipziger Architekten Curt Nebel. Dieser hatte die Aufgabe, für die Druckerei Oscar Brandstetter ein modernes Druckhaus zu entwerfen. Das Unternehmen Brandstetter hatte sich zuvor von einer mittelgroßen Buchdruckerwerkstatt zum grafischen Großbetrieb entwickelt und brauchte deshalb neue, moderne Räumlichkeiten - auch um die Anwohner vor Lärmbelästigungen durch den Druckereibetrieb zu schützen. Im Jahr 1907 wurde der ambitionierte Bau mit seiner eindrucksvollen Betonwerksteinfassade fertiggestellt.

Nachdem das Gebäude im Zweiten Weltkrieg durch britische Bomben teilweise beschädigt und das Unternehmen Brandstetter enteignet wurde, druckten in der Dresdner Straße 11/13 verschiedene Betriebe, zuletzt der "Graphische Großbetrieb Interdruck".

Moderne Ausstattung in traditionsreicher Sehenswürdigkeit

Am 13. Mai 1995 fasste die Vollversammlung der Handwerkskammer zu Leipzig den Beschluss, einen Kammerneubau zu errichten. Die Wahl fällt auf die ehemalige Druckerei Brandstetter. Nach einer denkmalgerechten Instandsetzung des Gebäudes erstrahlt es seit 1996 in neuem Glanz und kündet vom Stolz des regionalen Handwerks und bietet optimale Bedingungen für Weiterbildung und Beratung. Entstanden ist ein modernes Bürohaus mit Seminar- und Konferenzsälen. Die Innenausstattung ist modern und funktional: wenige Materialien - wie Buchenholz, Glas, Edelstahl und Naturstein - und zurückhaltende Farben prägen das Bild.