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Gefährliche Mail-Anhänge

Vorsicht Falle: "E-Mail-Bewerbungen" entpuppen sich als Virus

Seit einiger Zeit werden der Handwerkskammer zu Leipzig viele Fälle von gefälschten Bewerbungen gemeldet. Internet-Kriminelle sind offensichtlich auf den Fachkräftemangel im Handwerk aufmerksam geworden und versuchen, diese zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Sie verschicken beispielsweise unter dem falschen Absendernamen "BTZ Trier" E-Mails mit dem Betreff "Bewerbung". Im Anhang befindet sich ein mit einem Virus infiziertes Word-Dokument. Wird der Anhang geöff

net, verschwinden Inhalte von Dateien. Betroffen sind beispielsweise Dokumente, Bilder oder Tabellen. Im schlimmsten Fall kann der Virenbefall dazu führen, dass betriebliche Abläufe erheblich gestört werden, beispielsweise wenn Kundendaten, Adresslisten oder Kalkulationen in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Die Dateiwiederherstellung ist nur schwer und manchmal gar nicht mehr möglich und sollte in jedem Fall Profis überlassen werden.

Guter Virenschutz: Back-ups + gesunder Menschenverstand

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, dass ein Virus den Betrieb lahmlegt, sollten Unternehmer Maßnahmen ergreifen und die Belegschaft für das Thema sensibilisieren. Hundertprozentige Sicherheit gibt es allerdings auch dann nicht. Deshalb gilt immer die Regel: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Jeder sollte also ruhig etwas misstrauisch sein, wenn er unerwartete E-Mails oder Dateien erhält. Hinter vermeintlichen Bewerbungen oder Rechnungen können sich die Schadprogramme der Online-Gauner verbergen.


Verhaltensregeln für mehr Sicherheit

Die Handwerkskammer zu Leipzig empfiehlt neben einem aktuellen Virenschutz und restriktiven Firewall-Regeln folgende Punkte zu beachten:

  • Back-ups: Machen Sie regelmäßig eine Sicherungskopie Ihrer Dateien. Wichtig ist dabei, dass das dafür benutzte Speichermedium nicht dauerhaft mit Ihrem Arbeitsrechner und -Netzwerk verbunden ist.
  • Schutzfunktionen: Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen über den Microsoft Defender (ab Windows 8).
  • Makros: Blockieren Sie das automatische Auslesen von Makros.
  • E-Mails I: Öffnen Sie keinesfalls E-Mail-Anhänge oder Dateien von Unbekannten.
  • E-Mails II: Achten Sie insbesondere auf E-Mails, in denen scheinbar echte Rechnungen, Mahnungen oder Bewerbungen verschickt werden.

Weitere Informationen zum Themenkomplex hat die Beauftragte für Innovation und Technologie, Anett Fritzsche .


Anett Fritzsche

Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT)

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Tel. 0341 2188-238
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