Geldstücke. Bild: Markus Mainka / fotolia.com
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Ausbildungsvergütung

Gemäß § 17 Berufsbildungsgesetz hat der Lehrling Anspruch auf eine angemessene Vergütung, die nach dem Lebensalter des Auszubildenden so zu bemessen ist, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.

Bei welcher Ausbildung wie viel verdient wird, kann nicht pauschal gesagt werden, denn die Regelungen variieren auch regional. Grundsätzlich lässt sich nur attestieren, dass die Gehälter in Dienstleistungsberufen oft nicht so hoch sind, wie bei einer Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich, zum Beispiel in den Elektro- und Metallhandwerken. Dort wird aufgrund der hohen Wertschöpfung in der Regel besser entlohnt.

Bei tarifgebundenen Betrieben regeln die tarifvertraglichen Regelungen, wie viel am Monatsende in der Lohntüte steckt. Fällt ein Ausbildungsbetrieb in den Anwendungsbereich mehrerer Tarifverträge (Mischbetrieb) so ist der Tarifvertrag maßgeblich, der der überwiegenden Arbeitszeit der Arbeitnehmer entspricht. Geringfügig anders sieht es bei Unternehmen aus, die nicht tarifrechtlich gebunden sind. Sie können die tarifliche Vergütung um bis zu 20 Prozent unterschreiten, wie aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes aus dem jahr 2017 hervorgeht. Dies gilt natürlich nicht, wenn der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wurde, wie es bei Bäckern und Friseuren der Fall ist. In diesen Fällen ist generell die im allgemeingültigen Tarifvertrag geregelte Vergütung zu Zahlen. Bei Ausbildungsberufen ohne tarifliche Regelungen sind die Empfehlungssätze der jeweiligen Fachverbände anzuwenden.

Ausbildungsverträge, bei denen ein monatliches Lehrlingsentgelt unter den oben genannten Richtsätzen vereinbart wurde, können aufgrund der Regelungen des § 29 Absatz 1 Ziffer 1 HwO (beziehungsweise § 35 Absatz 1 Ziffer 1 BBiG) nicht in die Lehrlingsrolle eingetragen werden.

Bezahlung ist Motivationsfaktor für Lehrlinge

Werden im Ausbildungsvertrag geringere Löhne als zulässig vereinbart, trägt die Handwerkskammer die Verträge nicht in die Lehrlingsrolle ein. Höhere Löhne sind dafür natürlich kein Hindernis, sondern eher von Vorteil für die Unternehmen beim Kampf um den Berufsnachwuchs. Eine bessere Bezahlung ist ein wichtiger Motivationsfaktor und kann Jugendlichen einen Anreiz bieten, die Ausbildung in einem bestimmten Unternehmen zu machen.

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