Sachsen, Fahne, Flagge. Bild: Martina Berg / fotolia.com
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Zuschuss für Ausbildungsbetriebe

Die von der Coronakrise betroffenen Ausbildungsbetriebe in Sachsen werden mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung unterstützt. Eine  Förderrichtlinie des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums wurde am 21. April vom Kabinett verabschiedet. Unterstützt werden Ausbildungsbetriebe, die von Kurzarbeit während der Coronakrise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Einmaliger Zuschuss für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe

Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Handwerksordnung (HwO) beziehungsweise Berufsbildungsgesetz (BBiG), für die Kurzarbeit bewilligt wurde. Die Förderanträge können seit 27. April 2020 bei der Handwerkskammer eingereicht werden und werden von dort nach Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses an die Bewilligungsbehörde ( Landesdirektion Sachsen) zur Bearbeitung weitergeleitet.
 

Zuschuss zu Ausbildungsvergütung und Schutz von Azubis

Der Freistaat will mit dieser Maßnahme Auszubildende vor Entlassungen schützen und Betriebe schnell von den Lohnkosten für ihre Azubis entlasten, die von Kurzarbeit betroffen sind. Die Zuwendung wird für den Zeitraum gewährt, in dem für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit besteht. Der Zuschuss wird bewilligt, wenn der Auszubildende gegenüber seinem Ausbildungsbetrieb einen Anspruch auf Zahlung der Ausbildungsvergütung gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 2 BBiG für 6 Wochen (1,5 Monate) hat.
 

Verfahren

Zuständig für Beratung, Antragsannahme und Bewilligung von Maßnahmen nach dieser Richtlinie ist die Landesdirektion Sachsen (LDS). Der Antrag ist bis spätestens 30. Juni 2020 schriftlich nach den Vorgaben der Bewilligungsbehörde und unter Verwendung der zur Verfügung gestellten Formulare über die zuständige Stelle (Postanschrift: Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer zu Leipzig | Berufsbildung | Steinweg 3 | 04451 Borsdorf) bei der LDS einzureichen.

Die zuständige Stelle hat das Ausbildungsverhältnis, für das die Förderung beantragt wird, zu bestätigen. Der einfache Verwendungsnachweis ist zugelassen. Er besteht aus einem Nachweis über die Zahlung der Ausbildungsvergütung an den Auszubildenden und einer Erklärung über die zuletzt im Februar 2020 gezahlte reguläre Ausbildungsvergütung des Ausbildungsbetriebes an den Auszubildenden.

Einige Betriebe haben offenbar Sorge, dass sie den Ausbildungszuschuss nicht erhalten, weil sie ihre Azubis trotz Schließung weiter ausgebildet haben, diese also im Sechs-Wochen-Zeitraum nach § 19 Absatz 1 Nummer 2 BBiG in den Ausbildungsbetrieb kommen mussten. Die Sorge ist unbegründet, sofern der KuG-Antrag auch die Azubis umfasst.

Weiterhin bei der Antragstellung unbedingt zu beachten
Mit dem Förderantrag sind der LDS die Bestätigung der zuständigen Stelle (Kammer) über die einzelnen Ausbildungsverhältnisse und der Anerkennungsbescheid der Agentur für Arbeit für den Erhalt des Kurzarbeitergeldes (KuG) für den Betrieb einzureichen. In dem Anerkennungsbescheid ist die Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens aufgeführt, für die KuG bewilligt wurde (ohne namentliche Nennung). Korrespondiert diese Zahl nicht mit der im Förderantrag zum Ausbildungszuschuss genannten Mitarbeiterzahl, nimmt die LDS Kontakt zum Antragsteller auf. Dies kann darauf hinweisen, dass die Azubis im KuG-Antrag vergessen wurden. In diesem Fall sollte der KuG-Antrag nachträglich korrigiert werden. Denn eine Fördervoraussetzung ist: KuG muss für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis bewilligt worden sein. Es wird empfohlen, bei Fragen im Einzelfall die LDS über die Servicenummer 0371 532- 2283 und -2284 beziehungsweise postfachausbildungszuschuss@lds.sachsen.de zu kontaktieren.

Sachsenzuschuss ersetzt Sonderhilfeprogramm "Leipzig sichert Ausbildung"

Weil einige Zeit ungeklärt war, ob der Freistaat ein derartiges Hilfsangebot umsetzt, hatte die Stadt Leipzig bereits im Vorfeld ein eigenes Sonderhilfeprogramm "Leipzig sichert Ausbildung" auf den Weg gebracht. Dieses sollte Leipziger Unternehmen für ihre Auszubildenden einen Zuschuss pro Ausbildungsvertrag gewähren. Damit wurde eine zentrale Forderung des Leipziger Handwerks gehört. "Die Unterstützung der ausbildenden Betriebe in der schwierigen Wirtschaftssituation ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft", kommentierte Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, damals. Aufgrund des neuen Sachsenprogramms zur Ergänzung der gesetzliche Kurzarbeitsregelung in der Coronakrise, setzt die Messestadt das Sonderhilfeprogramm nicht um. Die für "Leipzig sichert Ausbildung" geplanten drei Millionen Euro können damit für Hilfsleistungen an anderer Stelle genutzt werden.
 

 

Corona-Hotline: 0341 2188-300

Die Handwerkskammer hat eine Hotline für betroffene Betriebe geschaltet. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr besetzt. Da uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise erreicht, können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

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Thema "Coronavirus: Informationen für Betriebe"
 


 

Antragsformulare für den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe

 

 Ansprechpartner für Fragen

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Beraterin Ausbildung

Tel. 034291 30-273
Fax 034291 30-287
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Tel. 034291 30-274
Fax 034291 30-167
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Karen Neugebauer
Beraterin Ausbildung

Tel. 0341 2188-360
Fax 0341 2188-14535
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Derzeit erreicht uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise. Sie können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass noch nicht zu jeder Fragestellung eine passgenaue Lösung zur Verfügung steht.

Die Corona-Informationsseite unter www.hwk-leipzig.de/corona wird deshalb stetig mit neuen Hinweisen aktualisiert. Sobald Detailinformationen zu Liquiditätshilfen und zum Schutzschirm der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft usw. verfügbar sind, werden wir diese hier platzieren.

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