Beispiel für Robotik im Handwerk: Baustellenroboter für Deckenbohrungen der Hilti AG.
Hilti Deutschland AG

Robotik im Handwerk: Lösung für den Fachkräftemangel?

Aktionstag zeigt Beispiele, wo semiautonome Maschinen erfolgreich schwere oder monotone Tätigkeiten übernehmen.

Jeder Betrieb und jede Branche werden von innovativen Technologien verändert und herausgefordert. Die Zeit bleibt auch nicht im Handwerk stehen. Aber findet auch die Robotik Einzug in die traditionelle Arbeitsweise des Handwerks? Die beiden Themen scheinen zunächst nicht zusammenzupassen. Doch es gibt mittlerweile viele Beispiele, wo gerade in kleineren Handwerksbetrieben Roboter schwere, gefährliche oder monotone Tätigkeiten abnehmen. Das entlastet die Mitarbeiter und puffert gleichzeitig den Fachkräftemangel ab.
 

"Kollege Blech" übernimmt monotone Arbeiten

Der Ansatz: Roboter ersetzt nicht den Handwerker, sondern arbeiten ihm hilfreich zu. Sieht man "Kollege Blech" als einen weiteren Mitarbeiter im Betrieb, der vorbereitende beziehungsweise zuarbeitende Tätigkeiten ausübt, dann liegt auf der Hand, dass sich die anfänglichen Investitionskosten schnell amortisieren. Zudem bietet sich die Möglichkeit, dass für den Roboter geeignete Tätigkeiten bereits nachts, im 24-Stunden-Einsatz und ohne Ausfall ausgeführt werden können.
 

Praxisbeispiele aus dem Handwerk werden vorgestellt

Der kostenfreie Aktionstag "Robotik im Handwerk" am 1. September bietet Handwerkerinnen und Handwerkern einen Einblick, wie Roboter unterstützend im Betrieb eingesetzt werden können. Dazu sind Handwerksunternehmen eingeladen, die von ihren Erfahrungen aus der Praxis berichten. Unter anderem werden Beispiele aus dem Dachdeckerhandwerk, Metallbaubereich und der Kanalreinigung vorgestellt, anhand derer die folgenden Fragen geklärt werden: Warum Roboter einsetzen? In welchen Bereichen lohnt sich das? Wie ist der Stand der Technik und welche Kosten kommen auf Betriebe zu?

Die Veranstaltung wird flankiert von einer Ausstellung mit Robotik- und Software-Herstellern, die für individuelle Fragen zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung ist für Mitgliedsbetriebe kostenfrei. Ansprechpartnerin ist Anett Fritzsche.
 

Anmeldung

Termin und Ort
1. September 2022 | 14 bis 18 Uhr

Bildungs- und Technologiezentrum
der Handwerkskammer zu Leipzig
Steinweg 3, 04451 Borsdorf



Im Foto ist übrigens ein semi-autonomer, mobiler Baustellenroboter für Deckenbohrungen zu sehen. Der Hersteller Hilti, den meisten sicher durch den legendären Bohrhammer bekannt, will mit diesem Modell Handwerker bei körperlich schweren, sich wiederholenden Arbeitsschritten unterstützen. Dies sei insbesondere im Bereich Heizung, Klima und Lüftung der Fall, da in dieser Branche typischerweise viele Löcher für Installationen gebohrt werden müssen. Per Fernsteuerung vom Bauarbeiter über die Baustelle navigiert, führt der Roboter die Bohraufträge in seiner Reichweite automatisch aus.

fritzsche-anett www.nikado.de

Anett Fritzsche

Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT)

Dresdner Straße 11/13
04103 Leipzig
Tel. 0341 2188-238
Fax 0341 2188-25238
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