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Markus Mainka / stock.adobe.com

Prämien für Ausbildungsbetriebe

Die Auswirkungen, die die Coronakrise in den nächsten Wochen und Monaten weiter auf die duale Ausbildung haben könnte, sind schwer kalkulierbar.

Unternehmen sollten ihr Ausbildungsengagement angesichts dieser Unsicherheit nicht in Frage stellen, schließlich sind die Lehrlinge von heute die Macher und Fachleute von morgen. Und die werden - Krise hin oder her - gebraucht.
 

Ausbildungsengagement nicht in Frage stellen!

Wenn Absatzmärkte nicht mehr wie gewohnt funktionieren, Lieferanten und Geschäftspartner in Schieflage geraten, können aber auch vitale Betriebe in Notsituationen geraten, was wiederum die Ausbildung belasten kann und im schlimmsten Fall dazu führt, dass Berufsanfänger die Ausbildung im Unternehmen nicht fortführen können.

Mit Hinblick auf die langfristige Fachkräftesicherung für die Wirtschaft, haben Bundesregierung, Bundesländer, Bundesagentur für Arbeit sowie Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften signalisiert, dass sie bereit sind, ihre Kräfte zu mobilisieren.

Lehrlinge sollen auch in schwierigen Situationen ihre Ausbildung fortsetzen können. Wegen der Corona-Epidemie dürften künftigen Fachkräften keine Nachteile entstehen.
 

Bund unterstützt Ausbildungsleistung von KMU in der Coronakrise

Die Bundesregierung hat deshalb das Förderprogramm "Ausbildungsplätze sichern" auf den Weg gebracht. Es soll die Ausbildungsleistung kleiner und mittlerer Unternehmen in der Coronakrise unterstützen. Betriebe, die mehr ausbilden als in den drei Vorjahren bekommen pro zusätzlichem Lehrvertrag 3.000 Euro. Wer seine Ausbildungsleistung beibehält, bekommt einmalig 2.000 Euro pro Ausbildungsvertrag im aktuellen Jahr. Außerdem sind befristete Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit möglich.

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Ausbildende Handwerksbetriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro. Wird die Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht, erhalten Ausbildungsbetriebe für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro.

Antragsberechtigt sind Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn ein Ausbildungsbetrieb in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Der Förderzeitraum ist zunächst auf das Ausbildungsjahr 2020/2021 befristet.

 www.arbeitsagentur.de
Informationen der Bundesagentur für Arbeit sowie die Antragsformulare und Bescheinigung der zuständigen Stelle zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" 

www.bmas.de
FAQ des Bundesarbeitsministeriums zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Anträge sind, solange es noch keinen Online-Möglichkeit zum Einreichen gibt, per E-Mail via  leipzig.arbeitgeber@arbeitsagentur.de an den gemeinsamen Arbeitgeberservice zu senden.

Ausbildungsbetriebe, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls von mindestens 50 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen (KMU), die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die COVID-19-Krise fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen. Erforderlich ist ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb.

Die Förderung ist bis 31. Dezember 2020 befristet.

Wenn vor dem 1. Juli 2020 Angebote abgeben beziehungsweise. Verträge über Leistungen abgeschlossen werden, die zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 31. Dezember 2020 erbracht werden (Leistungszeitpunkt, siehe oben), dann muss schon jetzt an die Umsatzsteuer-Senkung berücksichtigt werden.

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Informationen der Bundesagentur für Arbeit sowie die Antragsformulare und Bescheinigung der zuständigen Stelle zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

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Anträge sind, solange es noch keinen Online-Möglichkeit zum Einreichen gibt, per E-Mail via  leipzig.arbeitgeber@arbeitsagentur.de an den gemeinsamen Arbeitgeberservice zu senden.

Wenn die Ausbildung im Ausbildungsbetrieb nicht fortgesetzt werden kann, können andere Ausbildungsbetriebe gleichen Gewerkes, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden Betriebes vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern.

Antragsberechtigt sind Unternehmen (KMU) , die Auszubildende aus anderen Ausbildungsbetrieben im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung in Kooperation für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende aus KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden.

Die Förderung ist bis 30. Juni 2021 befristet.

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Handwerksunternehmen, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen Ausbildungsbetrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Lehrling eine Prämie von 3.000 Euro

Antragsberechtigt sind Unternehmen (KMU) aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 31.12.2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen

Der Förderzeitraum läuft bis zum 30. Juni 2021.

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Kerstin Klage

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Karen Neugebauer

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