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Mindestlohn Maler und Lackierer

Zum 1. Mai 2017 steigen die Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk. Ungelernte Beschäftigte müssen dann mindestens 10,35 Euro verdienen, gelernte Arbeitnehmer in Ostdeutschland 11,85 Euro. Und: Weitere Entgelterhöhungen sind vorgesehen. Der Mindestlohn gilt allerdings nicht für Fahrzeug- und Metalllackierer.

Die rund 200.000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk erhalten ab 1. Mai 2017 mehr Geld. Und auch für die nächsten Jahre bis 2020 wurde eine stufenweise Anhebung des Mindestlohns beschlossen. Darauf haben sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz geeinigt.

Im Maler- und Lackiererhandwerk ist der Mindestlohn für alle Arbeitgeber der Branche als Lohnuntergrenze verbindlich, unabhängig davon, ob sie tariflich gebunden sind. Der Mindestlohn gilt als allgemeinverbindlich. Außerdem sind auch Betriebe mit Sitz im Ausland verpflichtet den Mindestlohn zu bezahlen, wenn sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2021.


Die neuen Mindestlöhne im Überblick


Für "ungelernte Arbeitnehmer" (Mindestlohn I) bundesweit

  • ab 1. Mai 2017: 10,35 Euro
  • ab 1. Mai 2018: 10,60 Euro
  • ab 1. Mai 2019: 10,85 Euro
  • ab 1. Mai 2020: 11,10 Euro

Für "gelernte Arbeitnehmer" (Mindestlohn II) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

  • ab 1. Mai 2017: 11,85 Euro
  • ab 1. Mai 2018: 12,40 Euro
  • ab 1. Mai 2019: 12,95 Euro
  • ab 1. Mai 2020: 13,50 Euro

Im übrigen Bundesgebiet

  • ab 1. Mai 2017: 13,10 Euro
  • ab 1. Mai 2018: 13,30 Euro
  • ab 1. Mai 2020: 13,50 Euro

Katja Scherf

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