Ausbildungssituation mit Ausbilder und Lehrling in der Holzwerkstatt. Bild: displayced / Silvana Kuhnert
displayced / Silvana Kuhnert

Berufsprüfungen im Handwerk. Wie geht es weiter?

Die Coronapandemie stellt auch für die Durchführung von Berufsprüfungen eine große Hürde dar. Betriebe und Auszubildende wollen die Ausbildung zum Ende des Lehrjahres erfolgreich abschließen. Der Großteil der beruflichen Abschluss- und Gesellenprüfungen würde unter normalen Umständen im Zeitraum zwischen Ende April bis August 2020 stattfinden.

Auch angehende Meisterinnen und Meister sowie alle anderen, die nach höheren beruflichen Weihen streben, erwarten, dass Prüfungen abgelegt werden können. Zugleich hat der Infektionsschutz höchste Priorität. In Prüfungen dürfen deshalb keine Risiken für die Gesundheit von Prüflingen oder Prüfern eingegangen werden.

Prüfungen der Handwerkskammer zu Leipzig sind daher bis auf Weiteres ausgesetzt. Sobald der Präsenzbetrieb in den Bildungseinrichtungen des Handwerks unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Notwendigkeiten wieder anlaufen kann, sollen bereits terminierte Prüfungen nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Infektionsschutz wie geplant durchgeführt werden.

  • Abgesagte Prüfungstermine sollen spätestens ab Juni 2020 nachgeholt werden. Abgesagte Zwischenprüfungen und abgesagte Teil-1-Prüfungen werden hierbei nachrangig behandelt.
     
  • Zwischenprüfungen können gegebenenfalls gänzlich entfallen, sofern keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung stehen.
     
  • Verschobene Prüfungstermine für Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen sollten nach Möglichkeit zeitnah, spätestens ab Juni 2020 nachgeholt werden.
     
  • Prüfungstermine, die nach der Aufhebung des Lockdown für Bildungseinrichtungen regulär angesetzt werden, sollen soweit wie möglich durchgeführt werden, damit der dringend benötigte Führungskräftenachwuchs zeitnah in den Betrieben zur Verfügung steht.

Diese Planungen gelten selbstverständlich nur unter der Annahme, dass zu gegebener Zeit Zusammenkünfte von Personengruppen zur Ablegung von Prüfungen möglich sind und nicht zu unangemessenen Infektionsverbreitungsrisiken führen.

Natürlich wird auch die jeweilige Prüfungsform bei der Entscheidung über die Durchführbarkeit der Prüfung berücksichtigt. Insbesondere bei praktischen Prüfungen im Handwerk werden berufsspezifische Durchführungsbedingungen und örtliche Gegebenheiten berücksichtigt. Bei Handwerken, die engen Personenkontakt in den praktischen Prüfungen voraussetzen, wie beispielsweise das Friseur-, das Kosmetiker- oder einzelne Gesundheitshandwerke, wird in besonderem Maße geprüft, ob dem gebotenen Infektionsschutz in ausreichender Weise Rechnung getragen werden kann.

Die tatsächliche Durchführbarkeit der Prüfungen ist nicht nur abhängig von behördlichen Auflagen zum Infektionsschutz, sondern auch von den vor Ort zur Verfügung stehenden sachlichen und personellen Ressourcen. Die Sommerferientermine in den Bundesländern können ebenso Einfluss auf die Prüfungsterminierung haben.

Sofern Gesellenprüfungen aufgrund der Ausnahmesituation durch die Coronapandemie erst nach Ende der Ausbildung abgelegt werden können, wird die Handwerkskammer Anträgen auf Verlängerung der Ausbildung bis zum nächsten Prüfungstermin wegen der atypischen Ausnahmesituation der Corona-Epidemie großzügig - in Anlehnung an die Regelungsabsicht des § 27c Absatz 2 HwO / § 8 Absatz 2 BBiG - stattgeben. Die Entscheidung auf Verlängerung sollte dabei von einem gemeinsamen Willen des Auszubildenden und des Betriebs getragen sein, sei es durch einen gemeinsam gestellten Antrag oder aufgrund nachträglicher Zustimmung des Betriebes.





Corona-Hotline: 0341 2188-300 und 0341 2188-301

Die Handwerkskammer hat eine Hotline für betroffene Betriebe geschaltet. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr besetzt. Da uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise erreicht, können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

 Kontaktformular zur Coronakrise
 

Themenseite "Coronavirus: Informationen für Betriebe"
 



FAQ zu den Folgen der Coronapandemie für Prüfungen im Handwerk 

Die Coronapandemie hat sich in Deutschland mit großer Dynamik ausgebreitet und zur temporären Schließung von Bildungseinrichtungen geführt. Aus der Absage bzw. Verschiebung von Prüfungsterminen ergeben sich Fragen, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) beantwortet. Damit werden Prüfungsverantwortlichen, aber auch Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben erste Handlungsleitlinien an die Hand gegeben.

Hinweis: Das FAQ befindet sich in einem offenen Entwicklungsstadium, das im Lichte neuer Erkenntnisse und noch nicht absehbarer Ereignisse in der Zukunft angepasst werden kann.
 

I. Vollständige Absage von Prüfungsterminen (bundesweit bis zum 24. April 2020)

1. Was geschieht, wenn ein Prüfungstermin abgesagt werden muss?

Die für die Prüfungen verantwortlichen Kammern und Innungen müssen bemüht sein, abgesagte Prüfungstermine nachzuholen, sofern dies praktisch möglich und nicht durch behördliche Anordnungen ausgeschlossen ist.

2. Ab wann dürfen Prüfungen wieder durchgeführt werden?

Zum aktuellen Zeitpunkt empfiehlt der ZDH, dass Abschluss- und Gesellenprüfungen nach dem 24. April 2020 wie geplant durchgeführt werden. Abgesagte Prüfungstermine sollten spätestens ab Juni 2020 nachgeholt werden. Dies gilt entsprechend für Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen.

Es besteht grundsätzlich ein hohes öffentliches Interesse an der Aufrechterhaltung der Berufsbildung einschließlich des Prüfungswesens. Dieses Interesse wird jedoch von dem höherrangigen Ziel eines größtmöglichen Infektionsschutzes der Bevölkerung überlagert. Die zuständigen Stellen müssen deshalb vor Ort eine angemessene Risikobewertung im Hinblick auf den Infektionsschutz der an der Prüfung beteiligten Personen und der allgemeinen Bevölkerung vornehmen und landesspezifischen Regelungen sowie allen behördlichen Anordnungen Folge leisten.

Während der noch andauernden Pandemie kann die Durchführbarkeit von Prüfungen unter anderem aus den folgenden Gründen nicht gegeben sein:

  • Menschansammlungen sind aus Infektionsschutzgründen grundsätzlich verboten,
  • Gebäude, in denen die Prüfungen durchgeführt werden, können nicht genutzt werden und alternative Räumlichkeiten stehen nicht zur Verfügung,
  • aufgrund von Krankheit oder Quarantänemaßnahmen steht keine ausreichende Zahl von Prüfenden zur Verfügung.

3. Sollte zu Prüfungsterminen nach dem 24. April 2020 eingeladen werden?

Die fristgerechte Einladung der Prüflinge zu regulär anstehenden Prüfungsterminen muss erfolgen. Einladungen sollten jedoch unter dem Vorbehalt ausgesprochen werden, dass der Prüfungstermin wegen fortdauernder Pandemielage gegebenenfalls abgesagt werden muss.

4. Welche Auswirkungen hat die Verschiebung des Prüfungstermins auf das Berufsausbildungsverhältnis?

Sollte der Ersatztermin für die Prüfung nach Ende der Vertragsdauer eines Berufsausbildungsverhältnisses liegen, verlängert sich dieses nach dem Gesetz nicht automatisch bis zu dem Ersatztermin. Es liegt kein Fall des § 21 Absatz 3 BBiG (Nichtbestehen der Abschlussprüfung) vor.

Im Einzelfall kann eine Verlängerung des Ausbildungsvertragsverhältnisses nach § 27c Absatz 2 HwO / § 8 Absatz 2 BBiG auf Antrag des/der Auszubildenden in Betracht kommen, wenn dargelegt wird, dass das Erreichen des Ziels der Berufsausbildung (Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit) noch nicht erreicht worden ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn bereits vor dem entfallenden Prüfungstermin wesentliche Teile der Ausbildungszeit ausgefallen sind (zum Beispiel wegen Quarantänemaßnahmen, Betriebsschließungen, Berufsschulschließung, Ausfall von ÜLU o. ä.).

Damit Auszubildende bis zu ihrem Prüfungsabschluss in der Ausbildung bleiben und sich im Betrieb auf die Prüfung vorbereiten können, wird empfohlen, dass Handwerkskammern Anträgen auf Verlängerung der Ausbildung bis zum nächsten Prüfungstermin wegen der atypischen Ausnahmesituation der Corona-Epidemie großzügig - in Analogie zu § 27c Absatz 2 HwO / § 8 Absatz 2 BBiG - stattgeben. Der Betrieb hat hier ein Anhörungsrecht, sodass er seine Belange einbringen, nicht aber eine sachgerechte Entscheidung der Kammer verhindern kann. Auf diese Weise sind sowohl Auszubildende als auch Betriebe in die Entscheidung eingebunden.

5. Umgang mit landes- oder bundeseinheitlichen Prüfungsaufgaben bei abgesagten Prüfungsterminen

Werden Prüfungen mit bundeseinheitlichen Prüfungsaufgaben (zum Beispiel von Landesinnungsverbänden oder Aufgabenerstellern aus der IHK-Organisation) abgesagt, ist zu beachten, dass auch der Nachholtermin landes- bzw. bundeseinheitlich vorgegeben wird.

Wir möchten an dieser Stelle vorsorglich darauf hinweisen, dass Aufgaben von IHK-Aufgabenerstellern derzeit gesperrt sind und auf gar keinen Fall zum Einsatz kommen dürfen bevor neue Prüfungstermine angesetzt werden. Sollten die Aufgabensätze dennoch eingesetzt werden, behalten sich die Aufgabenerstellungseinrichtungen weitere Schritte vor.

6. Umgang mit gestreckten Prüfungen

Sofern Teil 1 einer gestreckten Prüfung aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden muss, bleibt die Durchführung von Teil 2 der Prüfung davon grundsätzlich unberührt. Sofern es möglich ist, Teil 2 der Prüfung im üblichen Prüfungszyklus durchzuführen, ist die ausgefallene Teil-1-Prüfung entweder davor oder im zeitlichen Zusammenhang mit der Teil-2-Prüfung durchzuführen. Wenn es aus organisatorischen Gründen geboten ist, kann in dieser Sondersituation die Teil-1-Prüfung auch auf einen Zeitpunkt nach Durchführung des zweiten Prüfungsteils fallen. Die Zulassung zur Teil-2-Prüfung ist in diesen Fällen gemäß § 36a Absatz 3 Nummer 3 HwO rechtlich möglich.

7. Umgang mit Zwischenprüfungen

Sofern Zwischenprüfungen aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden müssen, ist zu prüfen, ob eine Nachholung zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll ist.

Zweck der Zwischenprüfungen ist es, eine Zwischenbilanz zum Leistungsstand für Ausbildende und Auszubildende zu geben. Sofern ein Nachholtermin nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung angeboten werden könnte, wird dieser Zweck nicht mehr erreicht. Zur Entlastung der Prüflinge und deren Ausbildungsbetriebe können bei unvermeidbarem ersatzlosem Wegfall der Zwischenprüfung die verantwortlichen Kammern und Innungen bei der Zulassung zur Gesellen-/Abschlussprüfung ausnahmsweise auf den Nachweis der Zwischenprüfung verzichten.
 

II. Nach der Wiederaufnahme von Prüfungen: Maßnahmen zur Minimierung von Infektionsrisiken bei Prüfungen

1. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um Infektionsrisiken bei Prüfungen auszuschließen?

Die üblichen von Gesundheitsbehörden und ärztlichen Institutionen empfohlenen Hygienemaßnahmen sind auch in Prüfungen umzusetzen. Dazu zählen insbesondere:

  • Bereitstellung von Waschräumen und Handdesinfektionsmitteln vor dem Betreten der Prüfungsräumlichkeiten,
  • Ausreichender Sitzplatzabstand bei schriftlichen Prüfungen,
  • Verzicht auf unnötigen Körperkontakt (zum Beispiel Händeschütteln),
  • Regelmäßige Lüftung von Räumlichkeiten,
  • Verkleinerung der Prüfungsgruppen bei praktischen Prüfungen.

Die Desinfektion von Arbeitsmitteln, die von mehreren Prüfungsteilnehmern genutzt werden, kann unter Umständen sinnvoll sein.

Das Tragen von Atemmasken ist nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht geboten, sofern der notwendige Abstand zwischen Menschen (mindestens 1,5 Meter) eingehalten wird. Sofern Prüflinge aus Gründen des Selbstschutzes eine selbst mitgebrachte Atemmaske während der Prüfung verwenden möchten, sollte dies zugelassen werden, sofern nicht zu erwartet ist, dass die Prüfung dadurch gestört oder Täuschungshandlungen dadurch begünstigt werden.

2. Wie ist mit Personen zu verfahren, die während der Prüfung Krankheitssymptome aufweisen?

Sollten Prüfungsteilnehmende während der Prüfung eindeutige Krankheitssymptome (zum Beispiel andauerndes starkes Husten) zeigen, kann es geboten sein, diese wegen der Gefährdung der Sicherheit von dem Prüfungstermin auszuschließen. Hierzu ist eine sorgfältige Abwägung im Einzelfall erforderlich.

3. Können Personen vor Beginn der Prüfung wegen eines Verdachts auf Infektion mit dem Coronavirus ausgeschlossen werden?

Der Ausschluss von der Prüfung aufgrund eines bloßen Verdachts auf Infizierung (zum Beispiel weil der Prüfungsteilnehmer aus einem Betrieb stammt, in dem Personen mit dem Virus infiziert waren) ist in der Regel nicht zulässig. Da Corona-Infektionen seit dem 30. Januar 2020 meldepflichtig sind, muss davon ausgegangen werden, dass Gesundheitsbehörden Personen, die unter akutem Infektionsverdacht stehen, unter Quarantäne stellen.

Ein Prüfungsausschuss hat keine verlässlichen Möglichkeiten, um eine Infektion von Einzelpersonen positiv festzustellen. Überwiegt die allgemeine Sorge, dass unter den Prüfungsteilnehmenden infizierte Personen sind, ist die Prüfung insgesamt abzusagen.
 

III. Nach Wiederaufnahme der Prüfungen: Erkrankungen oder Quarantänemaßnahmen einzelner Prüfungsteilnehmer/innen

1. Was geschieht, wenn Prüfungskandidaten/innen mit dem Coronavirus infiziert sind?

In diesem Fall ist die Teilnahme an der Prüfung sowohl aus Infektionsschutzgründen als auch krankheitsbedingt ausgeschlossen. Es liegt damit ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme am Prüfungstermin vor, der unverzüglich mitzuteilen und durch ärztliches Attest nachzuweisen ist. Betroffene Personen sind gehalten, sich unverzüglich mit der prüfenden Stelle in Verbindung zu setzen.

Nach Genesung und Wegfall des Hinderungsgrundes ist der Prüfungstermin nachzuholen. Die Kosten trägt bei Auszubildenden in der Regel der Ausbildungsbetrieb.

Sollten individuelle Prüfungsausfälle in erhöhter Zahl auftreten, sollte die zuständige Stelle bemüht sein, einen zeitnahen Wiederholungstermin anzubieten.

2. Was geschieht, wenn ein Prüfungskandidaten oder eine Prüfungskandidatin unter Quarantäne steht?

Die Teilnahme an der Prüfung ist aus Infektionsschutzgründen nicht möglich. Es liegt ebenfalls ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme an der Prüfung vor. Das unter 1. Gesagte gilt entsprechend.

3. Können Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen aus Sorge vor einer Infizierung bei der Prüfung von dieser fernbleiben?

Nein, die Sorge vor einer möglichen Infektion ist kein anerkannter Rücktrittsgrund. Die zuständigen Stellen werden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um Infektionsrisiken zu minimieren.

Nehmen Personen an einem Prüfungstermin nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so wird die Prüfung mit 0 Punkten bewertet.
 

IV. Bei Wiederaufnahme der Prüfungen: Erkrankungen oder Quarantänemaßnahme von Prüfern und Prüferinnen?

1. Was geschieht, wenn Prüfer und Prüferinnen aus oben genannten Gründen nicht zur Prüfungsabnahme erscheinen können?

Die zuständige Stelle hat aus dem Kreise der Stellvertreter und Stellvertreterinnen nach verfügbaren Ersatzprüfenden zu suchen. Ist es nicht möglich, die Prüfung mit ordentlich berufenen Prüfern und Prüferinnen oder Stellvertretern und Stellvertreterinnen zu besetzen, muss der Prüfungstermin abgesagt werden. Die zuständige Stelle hat sobald wie möglich einen Nachholtermin zu organisieren.

Um Absagen von Prüfungsterminen zu vermeiden, wird empfohlen, die neuen Möglichkeiten der HwO und des BBiG zur Berufung von weiteren Prüfenden für den Einsatz in Prüferdelegationen (§§ 34 Absatz 7, 35a 2 und 3 HwO, 40 Absatz 3, 42 Absatz 2 und 3 BBiG) zügig zu nutzen.

2. Können Prüfende aus Sorge vor einer Infizierung ihr Prüfungsamt ruhen lassen?

Die Tätigkeit als Prüfer und Prüferinnen ist ehrenamtlicher Natur. Eine Rechtspflicht zur Ausübung des Ehrenamtes besteht nicht. Die zuständigen Stellen sollten die Prüfer und Prüferinnen darauf hinweisen, dass Prüfungen nur durchgeführt werden, wenn die Infektionsrisiken dabei weitestgehend minimiert werden können und die Durchführung insgesamt zu verantworten ist. Es sollte an die ehrenamtliche Verpflichtung appelliert sowie die hohe Bedeutung der Prüfungen für Auszubildende und Ausbildende hervorgehoben werden.
 

V. Zulassung zur Prüfung aufgrund von coronabedingten Versäumnissen

Kann eine Zulassung zur Prüfung erfolgen, wenn die Auszubildenden über einen längeren Zeitraum keinen Berufsschulunterricht erhalten haben und/oder der Ausbildungsbetrieb geschlossen war?

Grundsätzlich gilt § 36 Absatz 1 Nummer 1 HwO. Danach besteht ein Anspruch auf Prüfungszulassung, wenn die Ausbildungsdauer zurückgelegt worden ist oder diese nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet. Es kommt dabei nicht nur auf den zeitlichen Ablauf der Ausbildungsdauer an, sondern auch darauf, dass während der Ausbildungszeit die Ausbildung an beiden Lernorten tatsächlich stattgefunden hat. Auch die überbetriebliche Ausbildung ist dabei zu berücksichtigen. Als Faustregel gilt, dass bei einem Ausfall von Ausbildungszeit im Umfang von weniger als 15 Prozent der usbildungsdauer von Geringfügigkeit auszugehen ist, sodass eine Zulassung dennoch erteilt werden kann.

Im Übrigen sind die Umstände des Einzelfalls bei der Prüfungszulassung zwingend zu berücksichtigen. So ist es beispielsweise möglich, dass Berufsschulunterricht über Lernplattformen erteilt worden ist, sodass der Ausfall des Präsenzunterrichts nicht in vollem Umfang als Fehlzeit zu werten ist.

Sind beide Parteien des Ausbildungsverhältnisses daran interessiert, die Ausbildung zu verlängern, um ausgefallene Ausbildungszeit nachzuholen, sollten die Handwerkskammern entsprechende Anträge genehmigen.

Stand: 31. März 2020

Hinweis: Dieses FAQ berücksichtigt noch die Zeitpläne, die vor dem Bund-Länder-Beschlüssen vom 15. April 2020 (Beschlusstext) avisiert waren. Aufgrund der nach diesem Beschluss weitgehend andauernden Schließung von Bildungseinrichtngen sind konkrete Datumsangaben hinfällig.

Kontaktformular zur Coronakrise

 

Derzeit erreicht uns eine Vielzahl telefonischer Anfragen rund um die Bewältigung der Coronakrise. Sie können uns Ihr Anliegen gern per E-Mail übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass noch nicht zu jeder Fragestellung eine passgenaue Lösung zur Verfügung steht.

Die Corona-Informationsseite unter www.hwk-leipzig.de/corona wird deshalb stetig mit neuen Hinweisen aktualisiert. Sobald Detailinformationen zu Liquiditätshilfen und zum Schutzschirm der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft usw. verfügbar sind, werden wir diese hier platzieren.

* Pflichtfelder

 

Datenschutzerklärung

Die Handwerkskammer zu Leipzig verwendet die von Ihnen gemachten Angaben nur zur Bearbeitung der Kontaktaufnahme. Die im Rahmen der Anfrage gemachten Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Im Weiteren gelten die Datenschutzbestimmungen der Handwerkskammer zu Leipzig.


Datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung

Mit nachstehender Einwilligung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Kontaktdaten (zum Beispiel E-Mail-Adresse, Name, Adresse) zum Zweck der Bearbeitung der Kontaktanfrage genutzt werden. Ihre Einwilligung ist freiwillig und jederzeit widerruflich. Der Widerruf ist per E-Mail an info@hwk-leipzig.de oder postalisch an Handwerkskammer zu Leipzig (Dresdner Straße 11/13, 04103 Leipzig) zu richten. Nach Erhalt des Widerrufs werden wir die betreffenden Daten nicht mehr nutzen und verarbeiten beziehungsweise löschen.

 

neu laden

* Pflichtfeld

klage_kerstin

Kerstin Klage

Beraterin Ausbildung

Steinweg 3
04451 Borsdorf
Tel. 034291 30-273
Fax 034291 30-287
klage.k--at--hwk-leipzig.de

neugebauer-karen

Karen Neugebauer

Beraterin Ausbildung

Dresdner Straße 11/13
04103 Leipzig
Tel. 0341 2188-360
Fax 0341 2188-14535
neugebauer.k--at--hwk-leipzig.de

hotzelmann_elke

Elke Hotzelmann

Beraterin Ausbildung

Steinweg 3
04451 Borsdorf
Tel. 034291 30-274
Fax 034291 30-167
hotzelmann.e--at--hwk-leipzig.de

likos-christian www.foto-zentrum-leipzig.de

Christian Likos

Hauptabteilungsleiter Wirtschaft und Recht

Dresdner Straße 11/13
04103 Leipzig
Tel. 0341 2188-300
Fax 0341 2188-349
likos.c--at--hwk-leipzig.de