globus, weltkugel, erdball, europa, mittelmeer, nordafrika, naher osten, nordhalbkugel, planet, global, ausschnitt
fotochrist / stock.adobe.com

Auslandsmärkte in Corona-Zeiten

Die Europäische Kommission hat die von den EU-Staaten sowie der Schweiz, Norwegen und dem Vereinigten Königreich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angekündigten oder umgesetzten Mobilitätsmaßnahmen nach Ländern zusammengestellt. Eine weitere Webseite der Europäischen Kommission informiert die tagesaktuell über die gültigen Coronaregeln in den einzelnen EU-Ländern wie unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen, Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken.

Welches Land aktuell als Risikogebiet eingestuft wird, ist auf der Webseite des RKI zu finden. Bei Einreisen aus Risikogebieten ist die Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung zu beachten. Ausnahmen gibt es für Grenzpendler, für Aufenthalte von weniger als 48 Stunden oder für diejenigen, die sich beruflich bedingt für einen begrenzten Zeitraum im Ausland aufgehalten haben.

Umfassende Informationen zu den weltweiten Regelungen und wirtschaftlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat Germany Trade and Invest (GTAI) auf einer Sonderseite zusammengestellt.

Auch die Deutsche Zollverwaltung hat hilfreiche Informationen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf den grenzüberschreitenden Warenverkehr.

Sollten sich ausländische Arbeitskräfte mit einem Schengenvisa in Deutschland befinden und dieses von der Geltungsdauer ablaufen, gelten die Visa bis einschließlich 30. Juni 2020 fort. Mit einer Verlängerung dieser Regelung wird in Kürze gerechnet. Aktuelle Rahmenbedingungen können auch in den Ausländerbehörden der Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie der Stadt Leipzig erfragt werden.

Das Netzwerk Integration durch Qualifizierung hat Broschüren herausgegeben, die die durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen auf grenzüberschreitende Tätigkeiten und den Einsatz von ausländischen Fachkräften schildern. Des Weiteren bietet das Infoblatt Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Fragen im Kontext der Covid 19-Pandemie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wichtige Anhaltspunkte.

Sowohl Sowohl auf Bundesebene, als auch auf Ebene des Freistaates Sachsen bestehen Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln und Testrichtlinien, die es vor Einreise beziehungsweise Rückkehr nach Deutschland zu beachten gilt und die unabhängig voneinander gelten. Informationen gibt es auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Welches Land aktuell als Risikogebiet eingestuft wird, ist zu finden auf den Seiten des RKI. Zu den Risikogebieten gehören viele Länder außerhalb Europas aber auch europäische Nachbarländer.

Reisende aus dem Ausland müssen dann in Quarantäne, wenn sie aus einem Gebiet, das am Einreisetag als Risikogebiet gilt, einreisen. Zudem sind Einreisende aus Risikogebieten seit dem 8. August zu einem Corona-Test verpflichtet. Die Details zur häuslichen Quarantäne unterliegen den Bundesländern. Für Sachsen können die Vorgaben, Ausnahmen und Bußgeldregelungen in der Sächsischen Corona-Quarantäne-Verordnung nachgelesen werden. Neben der Corona-Testpflicht sind Reiserückkehrer aus Risikogebieten verpflichtet, Ihre Daten anzugeben und direkt Kontakt zum regional zuständigen Gesundheitsamt aufzunehmen. Bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses muss eine häusliche Quarantäne eingehalten werden. Allerdings gelten seit 1. Oktober 2020 Ausnahmen für Grenzpendler oder Personen, die sich bis zu 48-Stunden oder für einen begrenzten Zeitraum beruflich oder medizinisch veranlasst oder aus sozialen Gründen im Ausland aufgehalten haben..

Personen aus den EU-Staaten dürfen nach Frankreich einreisen, ohne Einschränkungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung des COVID-19-Virus beachten zu müssen. Aktuell wurden einige Regionen vom RKI als Risikogebiete eingestuft. Das Auswärtige Amt hat für diese Regionen eine Reisewarnung ausgesprochen. Bei der Rückkehr ist die Sächsische Corona-Quarantäne Verordnung zu beachten. Es wird empfohlen eine Auftragsbestätigung in französischer Sprache mitzuführen, welche den "unaufschiebbaren/dringend erforderlichen" Charakter und die Länge der Dienstleistung beschreibt.

Die sonstigen Meldepflichten bei Entsendungen wie etwa die sogenannte SIPSI-Meldung müssen nach wie vor eingehalten werden. Während der Ausführung der Arbeiten in Frankreich müssen die Hygienevorschriften und Sicherheitsabstände beachtet werden. Den Mitarbeitern müssen Desinfektionsmittel und bei direktem Personenkontakt Masken zur Verfügung stehen..

Auf Baustellen in Luxemburg kann wieder gearbeitet werden. Die vom Gesundheitsministerium aufgelegten Schutz- und Hygienemaßnahmen sind zu beachten. Dabei muss unter anderem ein Abstand von mindestens zwei Metern weiterhin eingehalten oder, falls dies nicht möglich ist, ein Schutzmaske getragen werden. In Luxemburger Baustellen werden die Einhaltung des Entsendegesetzes und der geforderten Hygienemaßnahmen regelmäßig kontrolliert. Informationen zu Gesundheitsschutz- und Hygienemaßnahmen gibt es auf der Webseite der Luxemburger Regierung. Bei Bautätigkeiten bietet die Fédération des Artisans hilfreiche Informationen auf ihrer Webseite an.

Personen aus den EU-Staaten dürfen in die Niederlande einreisen, sofern sie keine COVID-19 Krankheitssymptome aufweisen. Mitarbeiter, die zur Auftragsabwicklung in die Niederlande geschickt werden benötigen bei Grenzübertritt eine Gesundheitsbescheinigung (Health Screening Form). Für Waren und Güter sind die Grenzübergänge zwischen Deutschland und den Niederlanden uneingeschränkt offen. Allerdings gelten aktuell große Teile des Landes als Risikogebiet, weshalb bei Rückreise die Sächsische Corona-Quarantäne Verordnung zu beachten ist.

Prinzipiell können Projekte (Baustellen, Montagen) in den Niederlanden weiterlaufen und es kann gearbeitet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass Mitarbeiter in kleine Gruppen aufzuteilen sind - wenn möglich gleiche Teams (maximal drei Personen) auf gleichen Baustellen einsetzen und Abstand halten. Bei gemeinsamen dienstlichen Fahrten im Pkw ist ebenfalls auf den nötigen Abstand zu achten (maximal drei Personen im Pkw) beziehungsweise ein Mund-Nase-Schutz ist zu tragen

Die Grenzen Österreich sind für Einreisende aus den Ländern der EU/EFTA/EWR offen und weder negative Corona-Tests noch eine Quarantäne sind notwendig sofern es sich nicht um Risikogebiete handelt. Für Einreisende aus Risikogebieten gibt es hingegen Einschränkungen wie Handwerksbetriebe die zur Dienstleistungserbringung nach Österreich einreisen, sollten nach wie vor entsprechende Nachweise führen, wie eine Bestätigung des Auftraggebers über die zu erbringende Dienstleistung, Personalausweis oder Reisepass.

Bei Arbeiten auf Baustellen ist zwischen den Beschäftigten ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Bei Fahrgemeinschaften ist ein mund-Nasenschutz zu tragen. Es gibt konkrete Anweisungen für die Arbeitshygiene auf Baustellen.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und die Deutsche Handelskammer in Österreich (AHK) stellen auf ihrer jeweiligen Webseite Informationen für Unternehmen zur aktuellen Situation in Österreich zur Verfügung.

Polen hat sein Grenzen zu anderen EU-Ländern am 13. Juni wieder geöffnet. Mit der Öffnung der polnischen Binnengrenze wird auch die Quarantänepflicht aufgehoben. Alle Reisenden aus dem EU-Ausland haben dann das Recht auf uneingeschränkte Einreise, Ausreise und Durchreise durch Polen. Seit dem 30. Mai muss man in Polen im Freien keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen, sofern man einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten kann. Die Maskenpflicht gilt weiterhin im ÖPNV, in Geschäften, Massage- und Tattoostudios, Kirchen und in Ämtern.

Seit dem 15. Juni 2020 ist die volle Personenfreizügigkeit mit allen EU/EFTA-Mitgliedstaaten wiederhergestellt. Die Grenzkontrollen an den Grenzen zwischen Schengen-Staaten und der Schweiz wurden aufgehoben. Für Erbringer von grenzüberschreitenden Dienstleistungen gelten wieder die Bestimmungen des Freizügigkeitsabkommens (FZA) und die üblichen Anwendungsbestimmungen. Grenzüberschreitende Dienstleistungen sind damit wieder regulär möglich.

Seit dem 8. August 2020 gibt es in der Schweiz eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Wer sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat und in die Schweiz einreisen möchte, für den besteht - unabhängig von einem negativen Covid-19 Test - eine zehntägige Quarantänepflicht. Informationen zu den in der Schweiz geltenden Risikogebieten sind auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit zu finden.

Informationen zu den Hygienevorschriften auf Baustellen in der Schweiz stellt www.suva.ch bereit.

 


barthauer-antje www.foto-zentrum-leipzig.de

Antje Barthauer

Beraterin Außenwirtschaft / Exportscout

Dresdner Straße 11/13
04103 Leipzig
Tel. 0341 2188-304
Fax 0341 2188-349
barthauer.a--at--hwk-leipzig.de