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Aufstiegs-BAföG

Über das Aufstiegsfortbildungsförderungs-Gesetz (AFBG) werden Teilnehmer beruflicher Aufstiegsfortbildungen - etwa zum Meister, Techniker oder Fachwirt - finanziell unterstützt. Sie erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der KfW.

Anträge und weitere Informationen gibt es bei der Antragstelle für Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer zu Leipzig in Borsdorf, Steinweg 3, oder unter www.aufstiegs-bafoeg.de .

Geänderte Förderbedingungen seit August 2016

Der Bundesrat hat am 18. März 2016, der dritten Novelle des AFBG zugestimmt. Dadurch sind zum 1. August 2016 Änderungen bei der Aufstiegsfortbildungsförderung in Kraft getreten. Eine Übersicht mit den wichtigsten Änderungen.


Wesentliche Änderungen mit dem 3. AFBGÄndG zum 1. August 2016

1. Die AFBG-Leistungen werden umfassend verbessert

  • Der Basisunterhaltsbeitrag im AFBG bei Vollzeitmaßnahmen wächst mit dem 25. BAföGÄndG und dem 3. AFBGÄndG von 645 Euro auf 708 Euro; der Zuschussanteil hierauf nach Abzug des Pauschbetrages mit dem 3. AFBGÄndG von 44 Prozent auf 50 Prozent.
  • Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag werden für den Teilnehmer von 52 Euro auf 60 Euro, für den Ehepartner von 215 Euro auf 235 Euro und für Kinder von 210 Euro auf 235 Euro erhöht. Für den Kindererhöhungsbetrag steigt der Zuschussanteil von 50 Prozent auf 55 Prozent. Für die weiteren Erhöhungsbeträge wird erstmals ein Zuschussanteil (von 50 Prozent) eingeführt.
  • Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangskosten) steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Der Zuschussanteil hierauf wird von 30,5 Prozent auf 40 Prozent erhöht.
  • Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 113 auf 130 Euro erhöht.
  • Mit einem "Attraktivitätspaket Meisterstück" werden die Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt bis zu 2.000 Euro gefördert (bisher 1.534 Euro) und ein Zuschussanteil (von 40 Prozent) erstmals eingeführt.
  • Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung wird von 25 auf 40 Prozent erhöht.
  • Der Basisvermögensfreibetrag wird von 35.800 Euro auf 45.000 Euro erhöht; die Erhöhungsbeträge hierauf für den Ehepartner und je Kind von 1.800 Euro auf 2.100 Euro.
  • Die Einkommensfreibeträge im AFBG sind bereits mit dem 25. BAföGÄndG für den Teilnehmer von 255 Euro auf 290 Euro, für den Ehepartner von 535 Euro auf 570 Euro und je Kind von 485 Euro auf 520 Euro erhöht worden.

Förderbeispiele zum Unterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen mit dem 3. AFBGÄndG

  • Alleinstehend
    (Maximaler Bedarfssatz: 768 Euro, (bisher 697 Euro))
    (davon maximaler Zuschussbetrag 333 Euro (bisher 238 Euro))
  • Verheiratet mit zwei Kindern
    (Maximaler Bedarfssatz: 1.473 Euro (bisher 1.332 Euro))
    (davon maximaler Zuschussbetrag: 709 Euro (bisher 448 Euro))

2. Die AFBG-Förderung wird erweitert

  • auf Bachelorabsolventen und -absolventinnen, die zusätzlich eine Aufstiegsqualifizierung
  • anstreben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen sowie auf Personen, die nach den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsqualifizierung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung oder zur entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen werden können (zum Beispiel Studienabbrecher oder Abiturienten mit Berufspraxis).

3. Die AFBG-Förderstrukturen werden modernisiert und entbürokratisiert (Beispiele)

  • durch die Vereinfachung und Flexibilisierung der notwendigen Fortbildungsdichte,
  • durch die Einführung eines elektronischen Antrags und
  • durch die Reduzierung der Zahl notwendiger Teilnahmenachweise.

Manuela Berneck

Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Steinweg 3
04451 Borsdorf
Tel. 034291 30-281
Fax 034291 30-167
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