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Anmeldung eines Lehrlings zur Sozialversicherung

Der Lehrling unterliegt mit Beginn des Ausbildungsverhältnisses der Versicherungspflicht in Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Die Anmeldung für die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung muss innerhalb von 14 Tagen durch den Ausbildenden (Betrieb) bei der zuständigen Krankenkasse erfolgen.

Für die Berechnung von Sozialversicherungsbeiträgen gilt seit dem 1. August 2003 folgendes:

Bis zu einer monatlichen Ausbildungsvergütung von 325 Euro trägt die Sozialversicherungsbeiträge allein der Arbeitgeber, erst ab 325,01 Euro tragen Lehrling und Ausbildungsbetrieb die Beiträge je zur Hälfte. Diese Grenze gilt nur für Ausbildungsverhältnisse, für die sogenannten Mini-Jobs gilt weiterhin die zum 1. April 2003 in Kraft getretene Erhöhung der Geringverdienergrenze auf 400 Euro, bis zu der der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge allein tragen muss.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es deshalb sowohl für den Ausbildungsbetrieb als auch für den Lehrling günstiger sein, eine höhere als die Mindestvergütung im Ausbildungsvertrag zu vereinbaren. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die zu zahlende Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr nur wenige Euro unter dieser Grenze liegt und im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr die Grenze überschritten wird. In der Regel bedeutet dies für den Lehrling zwar im ersten Ausbildungsjahr eine geringere Nettovergütung, dafür muss er aber in den Folgejahren keinen Rückgang seiner Nettovergütung in Kauf nehmen.