DHKT

"Was nicht passt, wird passend gemacht. Und zwar auf den Nanometer genau"

Innovationspreis für Konstruktion & Musterbau Wohlgemuth

9. Februar 2012 | Wörtlich genommen haben die Sondermaschinenbauer Konstruktion & Musterbau Diplom-Ingenieur Christian Wohlgemuth aus Markkleeberg den Werbespruch aus der Imagekampagne des Handwerks.

Sie entwickelten einen Folien-Laminierautomat für Sensorstreifen. Diese Streifen dienen zur einfachen Messung der Laktat- oder Zuckerkonzentration im Blut.

Laminieren und Verkleben im Mikrometerbereich

Damit Patienten unkompliziert mit den Streifen arbeiten können und korrekte Ergebnisse erhalten, müssen drei verschiedene Folien in einer Stärke von etwa 30 Mikrometer einzeln laminiert und dann punktgenau aufeinander geklebt werden. Bisher geschieht das per Hand unter dem Mikroskop. Durch die Entwicklung des Handwerksbetriebes kann der filigrane Prozess nun vollautomatisch erfolgen.

Für diese Entwicklung wird das Unternehmen Konstruktion & Musterbau Diplom-Ingenieur Christian Wohlgemuth mit dem Innovationspreis Handwerk 2012 der Handwerkskammern Halle und zu Leipzig geehrt. Damit wird das Know-how des Unternehmens im Bereich des Sondermaschinenbaus erneut prämiert. Bereits im Jahr 2000 wurde eine Filzschneidemaschine der Markleeberger Handwerker mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

Platz zwei und drei für Hebegerät im Stahlbau und funkgenau gesteuerte historische Uhrwerke

Den zweiten Preis erhielt das Unternehmen DSB-KT Kreuziger aus Balgstädt für die Entwicklung eines Hebegerätes im Bereich Stahlbau. Den dritten Preis sprach die Jury dem Unternehmen Turmuhren und Glockenservice Wende aus Kaiserpfalz, für die Entwicklung einer funkgenauen Führung für historisch-mechanischen Uhrwerke zu.

Die Preisverleihung fand am 11. Februar auf der "mitteldeutschen handwerksmesse" statt. Die Verleihung des Innovationspreises Handwerk 2012 erfolgte durch Prof. Dr. Brigitta Wolf, Wirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle (Saale) und Reinhard Schröter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Leipzig.

Preis wird aller zwei Jahre vergeben

Ausgelobt wird der Innovationspreis Handwerk aller zwei Jahre von den Handwerkskammern zu Leipzig und Halle (Saale). Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Plätze zwei und drei erhalten 1.000 beziehungsweise 500 Euro. Bewerben können sich Handwerksunternehmen beider Kammerbezirke mit beispielhaften Lösungen und Entwicklungen von neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen. In diesem Jahr gab es 18 Einreichungen.

Dr. Andrea Wolter

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