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Flughafen ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

Reduzierung der Stadtanteile wäre Imageschaden für den Standort

23. Januar 2012 | Das falsche Signal für die Standortpolitik der Stadt Leipzig wäre der Verkauf von Anteilen an der Mitteldeutschen Flughafen AG. Er würde der Ausrichtung der Wirtschaftsförderpolitik der Stadt Leipzig komplett zuwiderlaufen, konstatieren Ralf Scheler, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, und Wolfgang Topf, Präsident der Industrie und Handelskammer zu Leipzig. Sie beziehen sich dabei auf den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig, die Anteile der Stadt an der Mitteldeutschen Flughafen AG von 2,1 auf 0,2 Prozent zu senken.

Klarer Zusammenhang zwischen Beteiligung und Investorenakquise

Die strategische Beteiligung der Stadt an der Mitteldeutschen Flughafen AG widerspiegele den politischen Willen Leipzigs, sich an der Entwicklung des Flughafenareals zu beteiligen und Neuansiedlungen im Umfeld des Flughafens zu unterstützen. Es bestehe ein klarer Zusammenhang zwischen der Beteiligung und der Investorenakquise. "Die Entscheidung der Stadt Leipzig, sich länderübergreifend gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen, dem Land Sachsen-Anhalt, den Städten Halle (Saale) und Schkeuditz sowie dem Landkreis Nordsachsen am Flughafen zu engagieren, ist aus unserer Sicht ein zukunftsweisendes Modell, das maßgeblich zu der positiven Entwicklung des Airports seit 1990 beigetragen hat", formulieren die Kammerpräsidenten Ralf Scheler und Wolfgang Topf in einem Brief an Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht.

Airport als Auftraggeber

Die meisten Unternehmensansiedelungen der vergangenen Jahre in Leipzig, Halle und Umgebung wären ohne den Flughafen nicht zustande gekommen, bestätigten Gespräche mit den Investoren. Zudem profitierten zahlreiche Unternehmen der Region vom Airport als Auftraggeber. Auch wären ohne Flughafen wichtige Veranstaltungen und Kongresse, die in den vergangenen Jahren Leipzigs Image maßgeblich geprägt haben, nicht möglich gewesen. Der Flughafen leiste einen nicht unerheblichen Beitrag zum Steueraufkommen und die Zahl der Beschäftigten in der Logistikregion Leipzig-Halle habe sich zwischen 2005 und 2010 um gut 7.000 erhöht, argumentieren die Kammerpräsidenten. Sie fordern im Namen der Leipziger Wirtschaft die Beteiligung der Stadt Leipzig an der Mitteldeutschen Flughafen AG beizubehalten.

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