Handwerk lebt Familie

9. April 2009 | Handwerk lebt Familie, das bestätigt eine Befragung der sächsischen Handwerkskammern zum Thema "Familienorientierte Personalpolitik". Beteiligt haben sich 200 Betriebe mit durchschnittlich 12,4 Mitarbeitern. Jeder dritte Beschäftigte im Handwerk ist eine Frau. Der Hauptteil der Unternehmen ist familiengeführt.

Mitarbeiter mit Klein- und schulpflichtigen Kindern werden von zwei Dritteln der befragten Handwerksbetriebe beschäftigt. Besonders hoch (85 Prozent) ist der Anteil in den Gewerben für Gesundheit und Reinigung. Zum Zeitpunkt der Umfrage gab jeder zehnte Handwerksbetrieb an, dass sich mindestens eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter in Elternzeit befindet. Dadurch muss etwa die Hälfte dieser Unternehmen seine Arbeitsabläufe grundlegend umstellen. Jeder achte Betrieb beschäftigt Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen. Überwiegend sehen die befragten Unternehmen aber keine arbeitsorganisatorischen Probleme aufgrund der Beschäftigung von Mitarbeitern mit Klein- und schulpflichtigen Kindern oder der Freistellung zur Pflege Angehöriger.

Mehr als jeder dritte Betrieb beschreibt Probleme aufgrund der Betreuungsmöglichkeiten von Kindern. Die Hälfte der sächsischen Handwerksbetriebe unterstützt nach eigenen Angaben Familien mit Kindern. Flexible Arbeitszeitregelungen und arbeitsorganisatorische Maßnahmen sind die am häufigsten genutzten Instrumente. Jedes dritte Unternehmen bietet familienorientierte Leistungen an, jedes fünfte Unternehmen gibt finanzielle Zuschüsse. Verdoppelt hat sich der Anteil der Handwerksbetriebe, der die Kinderbetreuung unterstützt. Vor zwei Jahren war es jeder zwölfte Betrieb, jetzt ist es jeder sechste.

"Der Fokus auf die Familie ist traditionell im Handwerk sehr ausgeprägt. Diese Stärke müssen die Unternehmen im Wettbewerb um die Fachkräfte deutlich kommunizieren", betont Sigrid Zimmermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer zu Leipzig.

Rund drei Viertel der Handwerksbetriebe begründet ihr Engagement für Familien mit ihrer Unternehmensphilosophie. Deutlich über die Hälfte der befragten Unternehmen will die Mitarbeiter damit stärker an das Unternehmen binden, um dem zukünftigen Fachkräftemangel vorzubeugen.

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