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Landkarte mit Pin. Bild: pixelio.de - Thomas Siepmann

Standortfragen

Vor der Entscheidung für einen Standort sollten Unternehmer nachfolgend beispielhaft aufgezählte Faktoren prüfen.

 
 

 

 

 

Einflussfaktoren der Beschaffungsmärkte

  • Grundstück, Gebäude (Höhe des Kaufpreises oder der Miete, bauliche Substanz, Erweiterungsmöglichkeiten),
  • Markt für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise Handelsware (Lieferantennähe),
  • Arbeitsmarkt (Mitarbeiterpotenzial, Eignungs-/Ausbildungsstand, Entgeltniveau),
  • Energiemarkt (Versorgung, Entsorgung),
  • Verkehrsanbindung (Straße/Bahn) und Transportkosten.

Einflussgrößen der Absatzmärkte

  • Absatzpotenzial (Einzugsgebiet, Lage des Standortes und Umfeld, Arbeitnehmerstruktur, Bevölkerungsdichte, Bedarf, Kaufkraft, Wettbewerber),
  • Absatztransport, Infrastruktur (Kosten und Zeit).

Einflussgrößen staatlicher Rahmenbedingungen

  • Abgaben Steuern, Gebühren Beiträge, Zölle,
  • Auflagen und Beschränkungen (Gewerbeaufsichtsvorschriften, Umweltschutzvorschriften),
  • staatliche Förderung, Subventionen (Zulagen, Zuschüsse, zinsgünstige Kredite),
  • Rechts- und Wirtschaftsordnung (Ausgestaltung der Unternehmensverfassung, Eigentümerrechte, Mitbestimmung),
  • Umweltschutz.

Bei dem Datenmaterial zur Standortanalyse handelt es sich überwiegend um demographische Daten. Durch die Sammlung und Aufbereitung erhalten Sie einen Überblick über die strukturellen Gegebenheiten Ihres zukünftigen Einzugsgebietes und somit Auskünfte über Kaufkraft und Einkaufsgewohnheiten der Kunden, Personenzahl der Haushalte. Einige der oben genannten Daten können Sie durch eine selbstständig durchgeführte Passantenbefragung und Passantenzählung erhalten, andere durch die Handwerkskammern, das Statistische Bundesamt, Landesamt für Statistik, Wirtschaftsfördergesellschaften und Ämter für Wirtschaftsförderung der jeweiligen Städte und Gemeinden, Gesellschaft für Konsumforschung, Banken und Sparkassen usw.

Die Entscheidung für den richtigen Standort ist jedoch nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Überlegungen umzusetzen. Auch bauplanungs- und bauordnungsrechtliche Fragen sind von Bedeutung. Unternehmer können sich dazu beim zuständigen Bauamt informieren.

Eine wichtige Bestimmung ist die Baunutzungsverordnung. In dieser Verordnung wird die Zulässigkeit von Vorhaben geregelt. Die für die Bebauung vorgesehenen Flächen werden nach der Art ihrer baulichen Nutzung dargestellt. Diese können sein:

  • Kleinsiedlungsgebiete,
  • reine oder allgemeine Wohngebiete, besondere Wohngebiete,
  • Dorfgebiete,
  • Mischgebiete,
  • Kerngebiete,
  • Gewerbegebiete und Industriegebiete,
  • Sondergebiete.

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz hat ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Standortwahl. Hinsichtlich der Betriebsräume sind die Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinie zu beachten. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort sollten Unternehmer auch das Leistungsangebot der Handwerkskammer zu Leipzig nutzen. Beispielsweise steht eine Checkliste zur Standortanalyse als Download zur Verfügung.

Die Beratung der Handwerkskammer zu Leipzig wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

 

Bild: pixelio.de - Thomas Siepmann

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