Innovationen im Handwerk zu wenig beachtet - Imagekampagne greift Thematik auf

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© Rolf van Melis / pixelio.de

Die Bedeutung des Handwerks für die gesamtwirtschaftliche Innovationstätigkeit wird vielfach unterschätzt, da die üblicherweise verwendeten Innovationsindikatoren an der Praxis im Handwerk vorbeigehen. Dies teilt das Volkswirtschaftlliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen mit und bezieht sich auf die Ergebnisse des Volkswirteforums der Handwerkskammern das Mitte September in Chemnitz stattfand.

Rolle des Handwerks bei Innovationen unterschätzt

Hintergrund der Diskussion über die Innovationsaktivitäten im Handwerk war die Tatsache, dass die Rolle des Handwerks im gesamtwirtschaftlichen Innovationsprozess wenn nicht übersehen, dann doch zumindest in ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung immer wieder unterschätzt wird. Das hat vor allem mit dem in der wirtschaftspolitischen Diskussion stark verankerten Innovationsbegriff zu tun. Der hat nur wenig Bezug zur betrieblichen Praxis im Handwerk.

Handwerksinnovationen kommen aus der Praxis und nicht vom Reißbrett

Innovationen im Handwerk werden selten vollständig im FuE-Labor am Reißbrett ausgetüftelt. Viel eher steht die kundenspezifische Anpassung und fortlaufende Verbesserung von bestehenden Basisinnovationen im Vordergrund. Notwendige Grundlage ist hierbei eine technisch-innovative Problemlösungskompetenz, die gerade im Handwerk auf einer stark personengebundenen Innovationserfahrung beruht.

Der hohe Stellenwert dieses handwerksspezifischen Erfahrungswissens lässt sich jedoch kaum durch populäre Innovationsindikatoren wie die Anzahl der Patentanmeldungen oder die Zahl der FuE-Beschäftigten erfassen. Die zentrale Schlussfolgerung der Volkswirte lautete daher, dass sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaftspolitik stärker für diese Besonderheit der handwerklichen Innovationstätigkeit sensibilisiert werden müssen.

© DHKT© DHKT

Imagekampagne rückt Innovationskraft des Handwerks in den Fokus

Die Imagekampagne des Handwerks hat in den letzten Wochen diese Thematik aufgegriffen und hat den Blick der Bundesbürger auf die Innovationskraft der Wirtschaftsmacht von nebenan gelenkt. An über 7.000 Stellen wurden Großplakate im gesamten Bundesgebiet geklebt, die mit witzigen Sprüchen die Werbetrommel für den Wirtschaftsbereich rührten.

Übrigens - Handwerker, die Beratung zu den Themen Forschung und Entwicklung, Innovation, Erfindungen oder Technologietransfer benötigen, können sich an den Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) bei der Handwerkskammer zu Leipzig, Rainer Hauk , wenden.

Ansprechpartner

 
Ansprechpartner

Rainer Hauk

Beauftragter für Innovation und Technologie

Tel. 0341 2188-230
Fax 0341 2188-349
hauk.r@hwk-leipzig.deE-Mail
hauk.r@hwk-leipzig.de


 
Ansprechpartner

Emily Butter

Beauftragte für Innovation und Technologie

Tel. 0341 2188-323
Fax 0341 2188-349
butter.e@hwk-leipzig.deE-Mail
butter.e@hwk-leipzig.de

Seite aktualisiert am 19. Dezember 2014online seit 24. September 2010

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