Unternehmenssicherung

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Der Wille zur Leistung, ein ausreichendes Startkapital und die Bereitschaft zum Risiko sind wichtige Voraussetzungen zum Aufbau einer selbstständigen Existenz. Sie reichen jedoch nicht aus, um ein Unternehmen langfristig zu sichern. Ebenso unerlässlich für den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg ist daher eine planmäßige Unternehmensführung. Allein mit dem viel gerühmten Fingerspitzengefühl und mit Intuition kann auch ein kleiner Betrieb nicht mehr erfolgreich geführt werden.

Jeder mittelständische Unternehmer muss heute über die aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Lage seines Betriebes sowie über Entwicklungstendenzen im Markt genau informiert sein. Nur wer die Situation und die Stellung seines Unternehmens am Markt genau kennt, kann rechtzeitig reagieren und Krisen vermeiden. Gerade auch kleinere Unternehmen sollten daher moderne Planungs- und Führungstechniken einsetzen, um Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken des Betriebes konkret analysieren und entsprechende Maßnahmen geplant, gezielt und konsequent durchführen zu können.

Mit der Unternehmensanalyse bietet ihre Handwerkskammer eine Dienstleistung an, die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens zu erkennen und diese weiter auszubauen oder zu beseitigen. Die erfolgs- und zielorientierte Unternehmensführung wird mit Controlling bezeichnet. Damit ist nicht nur das nachträgliche Kontrollieren von betriebswirtschaftlichen Zahlen gemeint. Zentrale Frage des Controllings ist:

Was soll beziehungsweise will das Unternehmen erreichen?

Mit der permanenten Überprüfung der gesteckten Ziele mit den erreichten Ergebnissen (Soll-Ist-Kontrolle) wird der Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensführung gelegt. Zugleich können Abweichungen von der Zielstellung schnell erkannt und die Ursachen dafür analysiert werden.

Grundlage jedes Controllingsystems ist ein gut funktionierendes Rechnungswesen, das zeitnah alle wichtigen Unternehmensdaten zu Verfügung stellt. Ein einfaches Controllingschema steht als Download zur Verfügung.

Notfallvorsorge

Eine erfolgreiche Unternehmensführung und -sicherung basiert auf einer Reihe wichtiger Säulen, wie fachliche Eignung, kaufmännische Qualifikation, Unternehmerpersönlichkeit und betriebliches Management. In der Regel erfolgt die Absicherung diverser Risiken durch die Unternehmensführung (zum Beispiel Forderungsausfall). Ebenso wichtig ist ein Managementsystem für die Betriebsführung im Notfall. Die wenigsten Unternehmen haben eine vorbereitete Strategie für die Risiken Tod oder Handlungsunfähigkeit (durch Unfall oder Krankheit) des Unternehmers. Jede dritte Ehe wird geschieden. Die damit verbundenen vermögensrechtlichen Folgen können die weitere Existenz des Unternehmens gefährden. Vorsorge und Vorbeugung mit einem Notfallplan gehören zu einem ganzheitlichen Risikomanagement. Neben dem Handbuch für das Qualitätsmanagement ist das Handbuch für den Notfall (Notfallordner) genau so wichtig.

Notfallhandbuch

Das Notfallhandbuch ist das Handbuch für den Ernstfall. Ein einmal erstelltes Handbuch ist keine einmalige Sache und sollte spätesten alle zwei Jahre aktualisiert beziehungsweise an die veränderten Bedingungen angepasst werden. Inhalt des Notfallhandbuches (Chefakte):

  1. Aufstellung vorhandener Versicherungen (Versicherung, Ansprechpartner, Meldepflichten),
  2. Erteilte Vollmachten (Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Handlungsvollmacht, Generalvollmacht),
  3. Vermögensaufstellung mit allen Bankkonten und Geheimcodes,
  4. EDV-Code-Wörter,
  5. zu benachrichtigende Personen oder Institutionen,
  6. Testament oder sonstige Erbregelungen, Ehevertrag,
  7. Benennung eines Krisenstabes zur Weiterführung des Betriebes (Funktion - Aufgaben).

Seite aktualisiert am 05. Juni 2012online seit 07. April 2009

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