Zusatzqualifikation

© Peter FrankeLupe
© Peter Franke

Vielfalt ist die beste Vorraussetzung für eine Karriere. Was für jeden persönlich gilt, gilt auch für das gesamte Handwerk. Wie kein anderer Wirtschaftszweig hält das Handwerk eine Fülle von Karrierebausteinen bereit.

Eine Fülle von Karrierebausteinen

Wer schon während seiner Lehre tiefer in die berufsspezifische Materie einsteigen oder sich zusätzliche berufsübergreifende Kenntnisse aneignen möchte, um seine Startchancen auf dem Arbeitsmarkt nach der Ausbildung zu verbessern, ist mit der Absolvierung von Zusatzqualifikationen bestens bedient. Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer zu Leipzig bietet für Auszubildende zahlreiche Lehrgänge an, die entweder mit einem Zertifikat oder mit einer anerkannten Kammerprüfung, die zusätzlich zur regulären Abschlussprüfung abgelegt werden muss, abschließen.

So werden zum Beispiel betriebswirtschaftliche und technische Inhalte, vertiefende Bearbeitungs- und Fertigungsmethoden sowie IT-Kenntnisse vermittelt. Die Zusatzqualifikation findet im BTZ oder im Haus des Handwerks statt.

Künftig wird der Bedarf an Zusatz- und Aufbauqualifikationen tendenziell größer werden, schließlich werden in der Wirtschaft vielseitig gebildete Fachkräfte benötigt, die auch über berufsübergreifende Kompetenzen verfügen.

Zusatzqualifikationen sind häufig die Vorläufer für Neuordnungen von Berufsbildern. Da die gesetzlichen Neuordnungsverfahren langwierige Abstimmungsprozesse erfordern, ist den Betrieben schneller geholfen, wenn sie in der Übergangszeit mit bedarfsgerechten Zusatzqualifikationen arbeiten, um zum Beispiel den immer schneller umzusetzenden technischen Neuerungen gerecht zu werden. Zusatzqualifikationen zeigen insofern auch Trends in der Entwicklung der Berufsausbildung an. Sie fördern die Spezialisierung, die Erweiterung der berufsbezogenen Kenntnisse oder Verzahnung von Berufsausbildung und Studium, die Verzahnung von allgemeiner und beruflicher Bildung sowie die Verzahnung von Aus- und Weiterbildung.

Zusatzqualifikationen sind ein Instrument dafür, die Berufsausbildung stets flexibel und aktuell zu halten. Die Betriebe schätzen die größere Gestaltungsfreiheit bei Ausbildungsinhalten und die schnelle Integration neuer Qualifikationsanforderungen in die Ausbildung. Für die Auszubildenden ist eine stärkere Differenzierung in ihrem Berufsfeld gemäß ihres individuellen Fähigkeitsprofils möglich, gerade auch im Hinblick auf eine Aufstiegsorientierung für die leistungsbereiten Jugendlichen. Außerdem ist die Verzahnung mit anderen Bildungsbereichen möglich, auch quer zu den Bildungsniveaus, zum Beispiel zum Gesellenbrief und zum Bachelor oder Diplom.

Zusatzqualifikation nach spezifischen Anforderungen der Unternehmen

Durch die Vermittlung von Zusatzqualifikationen über die geltende Ausbildungsordnung hinaus, soll die Berufsausbildung an die spezifischen Anforderungen der Unternehmen angepasst werden. Ausbildungsbetrieb und Lehrling sollten gemeinsam überlegen, welche dieser Zusatzkurse genutzt werden können. Gemeinsam mit der Handwerkskammer zu Leipzig kann der Zeitpunkt (während der Arbeitszeit, an Wochenenden oder nach Feierabend) individuell vereinbart werden.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit fördert diese Lehrgänge mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Dabei werden nur Auszubildende gefördert, die sich in einem betrieblichen Ausbildungsverhältnis befinden. Es kann eine 100-prozentige Förderung bis zu einem Teilnehmerstundensatz von 5 Euro erfolgen.

Seite aktualisiert am 16. September 2014online seit 06. April 2009

Seite empfehlen

Um diese Seite jemandem weiter zu empfehlen, füllen Sie bitte dieses Formular aus:

 
 

* Pflichtfeld

Login

Lehrstellen / Praktika