Konjunkturpaket - Was braucht Leipzig?

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22. April 2009 | Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig

Ich finde es ausgezeichnet, dass sich so viele Leipziger zu Wort melden und Vorschläge für die Verwendung der Konjunkturpaket-II-Gelder in Leipzig unterbreiten. So wichtig die vorgeschlagenen Sanierungskandidaten wie das Leipziger Stadtbad oder die Kongresshalle sind, sollten sie die Diskussion um die sinnvolle Verwendung der Gelder aber nicht dominieren. Vielmehr dürfen solche Projekte in der Priorität erst an zweiter Stelle stehen.

Mir persönlich liegen vielmehr die Sanierung von Bildungsstätten und die Verkehrsinfrastruktur am Herzen. Optimale Lernbedingungen zu schaffen, ist Voraussetzung, damit sich kommende Generationen in einer ansprechenden Umgebung auf ihr Berufsleben vorbereiten können. Es gibt in Leipzig erheblichen Nachholbedarf bei der Schulsanierung. Zum Teil fehlen wichtige Gebäudeisolierungen, sanitäre Anlagen sind erneuerungsbedürftig und an Fassaden bröckelt der Putz.

Als konkretes Sanierungsbeispiel wurde die Lene-Voigt-Mittelschule in Lößnig bereits in der Leipziger Volkszeitung erwähnt, dem kann ich mich nur anschließen. Andere Bildungsstätten haben ähnliche Sorgen - so zum Beispiel die 35. Mittelschule in Gohlis-Mitte. Diese wurde zwar bis 1998 saniert, aber mittlerweile müssten zum Beispiel Anstriche erneuert werden. Im Kellerbereich fehlt eine entsprechende Feuchtigkeitsisolierung. Derzeit dringt Nässe in das Mauerwerk ein und bildet Salpeter, sodass der Putz abfällt.

Seite aktualisiert am 05. Juni 2012online seit 23. April 2009

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