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Handwerker sollen von PPP profitieren

Kammerpräsident Dirschka mahnt zu mittelstandsfreundlichen Lösungen

3. März 2009 | Der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig Joachim Dirschka betrachtet die Initiative der Stadt Leipzig zur Umsetzung von Private-Public-Partnerships (PPP) in fünf Leipziger Schulen kritisch. Er mahnt zu mehr Einbeziehung des regionalen Handwerks in die Planungen. "Von PPP-Lösungen erhofft sich die Stadt Finanzierungsprobleme zu lösen und Investitionsstaus abzubauen", so Dirschka. Überlegungen zur Hebung von Wirtschaftlichkeitspotenzialen mittels PPP seien in Zeiten knapp gefüllter Stadtsäckel durchaus richtig, jedoch müsse das Thema PPP auch hinterfragt werden.

Langzeiterfahrungen lägen noch nicht vor, und bisher realisierte PPP-Vorhaben hätten gezeigt, dass beispielsweise nur sehr wenige zusätzliche Aufträge für das ortsansässige Handwerk entstünden. Als Beispiel hierfür nennt Dirschka Projekte in Sachsen-Anhalt, in denen das Handwerk trotz Einbeziehung kaum profitiert hat.

Der Kammerpräsident regt daher eine Erprobung mittelstandsgerechter, kleiner PPP-Modelle an. Damit könnten Grundlagen gelegt werden, um kleinere Unternehmen besser an PPP-Projekten zu beteiligen.

"Wenn die planerischen Voraussetzungen stimmen, kann nicht nur die Stadt von PPP profitieren, sondern auch die ansässige kleine und mittelständische Wirtschaft", sagt Dirschka. Als notwendige Voraussetzungen nennt er überschaubare Bauvolumina bei den Projekten, mittelstandsgerechte Ausgestaltungen der Verträge (zum Beispiel Fach- und Teillosverfahren) sowie geeignete Finanzierungsmodelle mit Verzicht auf überzogene Sicherheitsforderungen. Zusätzlich sollten die Vorlaufkosten für die Betriebe durch den Auftraggeber reduziert werden und mittelstandsgerechte Eignungskriterien angelegt werden.
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