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Personalbestand trotz Umsatzrückgang noch stabil

Ergebnisse einer Umfrage zur Finanz- und Wirtschaftskrise

2. April 2009 | 500 Handwerksunternehmen gaben im Februar Auskunft zu den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf ihr Unternehmen.


Umsatz und Auftragslage

Zwei Drittel der befragten Betriebe verzeichnen Umsatzrückgänge aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise. Stark betroffen sind die Handwerke für den gewerblichen Bedarf. Fast 90 Prozent der Betriebe aus dieser Gewerbegruppe gaben spürbare Umsatzeinbußen an. Das Kraftfahrzeuggewerbe hebt sich durch eine überproportional starke Betroffenheit heraus. Die im Rahmen der Konjunkturpakete eingeführte Umweltprämie kann somit die Einrüche des vierten Quartals 2008 nicht wirklich aufhalten. Auftragsstornierungen aufgrund der Finanzkrise vermeldet jedes dritte Unternehmen. Fast die Hälfte der Befragten (43 Prozent) rechnet im ersten Halbjahr 2009 mit einer Verschlechterung der Auftragslage.

Personal

Bei zwei Dritteln der Unternehmen gibt es derzeit noch keine Auswirkungen auf den Personalbestand. Jeder vierte Betrieb musste bereits Personal abbauen. Elf Prozent der Betriebe sehen Schließungen als einzig mögliche Reaktion bei weiterer Verschlechterung der Auftragslage.

Investitionen

Auf die allgemeine Verunsicherung reagieren die Handwerksbetriebe mit einer deutlichen Zurückhaltung bei investiven Maßnahmen und der Aufnahme von Fremdkapital. Knapp 60 Prozent der Unternehmen planen 2009 Investitionen, davon mehr als die Hälfte ausschließlich Ersatzinvestitionen und Ergänzungsinvestitionen.

Finanzierung

Mehr als ein Drittel der Unternehmen will den daraus resultierenden Finanzbedarf aus Eigenkapital decken, ein Viertel plant die Aufnahme von Fremdkapital einschließlich der Inanspruchnahme der Fördermöglichkeiten. Annähernd jeder fünfte Betrieb gab an, von Hemmnissen bei der Kreditvergabe betroffen zu sein. Genannt wurden vor allem erhöhte Nachweispflichten und das erhöhte Sicherheitsbedürfnis der Banken. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe möchten keine Darlehen aus den Sonderprogrammen des Bundes oder Landes in Anspruch nehmen, lediglich zwölf Prozent überlegen dies.
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